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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Lasse Samström</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 14:42:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA["Fahrkarten, bitte!" Ein eindeutiger Befehl, würde ich meinen, dem man besser Folge leistet im Hamburgsuntergrundnetz. "Hier, ich... Äh, gabe vermessen, miese einzudrecken..." Ok, das war nun unklug. Der Kontrolleur dreht sich zur Seite und drückt mir sein Ohr entgegen: "Wie meinen? Fahrkarte?" Ein Happy End gibt es leider nicht. Denn ich konnte dem Verlangen des freundlichen Beamten nicht nachkommen. Abgesehen von der 40 Euro teuren Fahrkarte für drei U-Bahnstationen plagt mich zudem noch die Peinlichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/lasse_samstroem.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1858];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1859" title="lasse_samstroem" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/lasse_samstroem.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
<p><strong>Lasse Samström: “Ich will kein Dichter sein, der gelesen wird.”</strong></p>
<p>„Fahrkarten, bitte!&#8221; Ein eindeutiger Befehl, würde ich meinen, dem man besser Folge leistet im Hamburguntergrundnetz. &#8220;Hier, ich&#8230; äh, gabe vermessen, miese einzudrecken&#8230;&#8221; Ok, das war nun unklug. Der Kontrolleur dreht sich zur Seite und drückt mir sein Ohr entgegen: &#8220;Wie meinen? Fahrkarte?&#8221; Ein Happy End gibt es leider nicht. Denn ich konnte dem Verlangen des freundlichen Beamten nicht nachkommen. Abgesehen von der 40 Euro teuren Fahrkarte für drei U-Bahnstationen plagt mich zudem noch die Peinlichkeit.</p>
<p>Es ist ein neuer Beweis, dass ich verbal-rhetorisch ein Angehöriger unterster Intelligenz bin. Stolz macht es mich nicht. Schon im Kindergarten erhielt ich sozialistischen Sprachbeistand. Die staatliche Frühförderung war eher meiner Nuschelei geschuldet. Wer mich kennt, weiß, dass die Genossen wohl keinen nennenswerten Erfolg hatten. Zumeist vernebelt sich bei Überforderung oder Anspannung mein Sprachzentrum. Genau in den Momenten, in denen man mich überfällt und suggeriert, es ginge um mein Leben. Dann kann sich mein Wortschatz schon mal auf zwei Dutzend Worte reduzieren.</p>
<p>Um so mehr bewundere ich heute immer mehr Sprachtalente wie <a title="Auf ein Telefonat mit… Nando Lierath" href="http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/10/auf-ein-telefonat-mit-nando-lierath/" target="_blank">Nando Lierath</a>. Oder gar die junge Elite der Stand-Up-Sprache, die Sprinter des Rezitats – die <a title="Poetry Slam auf wikipeadianisch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam" target="_blank">Poetry-Slammer</a>. Na gut, die Slammer schreiben nieder, was sie vortragen. Das gelingt mir auch von Zeit zu Zeit. Der Unterschied liegt jedoch in der Merkfähigkeit: Eines unscheinbaren Tages können sie mit ihrer gesammelten Sprachkraft jeden Angreifer in die Knie kontern. Ohne mit der Wimper zu zucken.</p>
<p>Erst kürzlich war ich wieder bei einem Slam und habe ein Stück neue Schüttelprosa kennengelernt. Ihr Urheber, <a title="Lasse Samström" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lasse_Samstr%C3%B6m" target="_blank">Lasse Samström</a>, ist dabei nicht zu beneiden. Denn wenn man einen Menschen sehen möchte, der die Menge begeistert und dabei ein ständiges Tränenausbrechen (natürlich vor eigenem Humor) unterdrücken muss, ist man bei ihm in der richtigen Vorstellung.</p>
<p>Ich trete zurück ins Bewusstsein und bemerke, dass ich an meiner angestrebten U-Bahnstation vorbeigefahren bin. Ein gutes Zeichen. So bleibt mir mehr Zeit für ein gutes Telefonat mit Lasse.</p>
<p>Das Telefon wählt, tutet und tutet.</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Njap.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Hallo Lasse, seit ich Deine Schüttelprosa kenne, nervt mich die Begrenzung meiner Merkfähigkeit. Es gibt so viele gute Reime, die ich mir merken will. Aber: Ist der Begriff eigentlich Deine Erfindung?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Ich wüsste niemanden, der das Wort Schüttelprosa vor mir erfunden hat. Die Technik ist durch RTL Samstagnacht bekannt. Da gab es ein Modul, das nannte sich „Kentucky schreit Ficken“ und das bestand aus Dialogen von Leuten, die die ganze Zeit über schüttelten. Das war im Prinzip Schüttelprosa. Ich hatte damals auch schon ein paar Schüttelreime, von denen ich dachte, ich hätte sie erfunden. Zum Beispiel Schlaudia Kiffer. Das war so meine Initialzündung. Ich dachte so, ich hätte das erfunden und dann sitze ich nichts ahnend vor dem Fernseher und musste mir anhören, dass da jemand anderes richtig viel Kohle damit macht. Genau mit meinem Schlaudia Kiffer. Und ich dachte: Scheiße! Das war meine Idee! Aber es gibt nur eine bestimmte Anzahl an schüttelbaren Sachen in der deutschen Sprache und warum sollte das nicht auch anderen Leuten auffallen. Ich begann dann, mit den Wörtern herumzuspielen, und kurz darauf kam mir der Poetry-Slam in die Quere. Im ersten Moment klingen Schüttelreime wirklich platt. Auf jedem Slam gibt es auch circa 15 bis 20 Prozent der Zuhörer, die das für Gebrabbel halten. Sie verstehen nicht, dass das stringent einer bestimmten Technik folgt. Ein Schüttelreim ist natürlich nur ein Schüttelreim, wenn die Anlaute ausgetauscht werden. Es reicht nicht, dass es sich ähnlich anhört. Die eigentliche Kunst besteht darin, dass das Geschüttelte einen neuen Sinn ergibt. Das heißt, die Leute haben gleichzeitig zwei Bilder vor Augen. Sie hören den Schüttelreim, stellen ihn dann automatisch im Kopf richtig und vergleichen die ursprüngliche Bedeutung mit der neuen Bedeutung. Dadurch kommt es häufig vor, dass Leute regelrecht ausrasten.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Du bist mittlerweile aus der Szene des Poetry-Slams nicht mehr wegzudenken, quasi ein Wegbereiter. Das wissen viele nicht.</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Ja, das ist richtig. Man kann mich ruhigen Gewissens als erste Generation bezeichnen. Ich hatte meinen ersten Slam 1997. Damals gehörte der Slam noch zu den Dingen, die man einmal im Jahr mitnehmen wollte. So als Schmankerl. Ich weiß noch ganz genau, wie ich einen Poetry-Slam-Flyer in der Hand hielt. Darauf wurde noch recht umständlich erklärt, worum es denn überhaupt geht. Ich las ihn so und dachte: BINGO! Das ist genau das, wonach ich gesucht habe. Ich habe ja die Vorgeschichte als Sänger und habe die klassische Punkrock-Schule durchlaufen. Mitte der 90er landete ich dann in so einer Band, mit der ich eine dicke, fette Platte gemacht hatte. Aus der Band bin ich dann rausgeflogen, weil ich dieselben Stücke nicht immer weiter proben wollte <em>(er prustet)</em>. Und ich konnte ja kein Instrument spielen, das war mein Problem dabei. Aber Bandleader ist nur, wer auch selbst zum Instrument greifen kann.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Und wie drang der Slam bis zur Wurzel vor?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Nun es gab damals nichts, was man nur mit der Stimme machen konnte. Aus der Band war ich ja raus. Deswegen habe ich die ganzen 90er über kleine Stücke geschrieben. Im Prinzip waren das schon Slam-Texte, ich wusste es nur noch nicht. Meine Maxime war schon zu der Zeit: Es muss auf ein Blatt passen, egal wie groß das Blatt ist. Also ein haptischer Träger, sozusagen. Man muss unten zum Punkt gekommen sein. Ich habe dann die Dinger genommen und habe bei Bands, die ich kannte, eine halbe Stunde im Vorprogramm geredet, um das Publikum aufzuwärmen. Und auf Vernissagen und so, und das dauerte dann so ein paar Jahre, dann kriegte ich diesen Flyer in die Hand und seitdem mache ich eigentlich nichts anderes.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Welcher Typ Slammer bist Du?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Ich habe mich zu einem Hardliner entwickelt. Die meisten Slammer machen irgendwann ein Buch. Einfach nur, damit sie was verkaufen können, um einen kleinen Nebenerwerb zu haben. Das ist eine Sache, die schon öfters an mich herangetragen wurde und die ich auch halbherzig gemacht habe. Nur merkte ich, dass das nicht das ist, was ich mit der Sache verbinde. Ich will kein Dichter sein, der gelesen wird. Ich will ein Dichter sein, der gehört wird. Das ist mein Credo. Wichtig ist mir der Moment, wo mir ein paar hundert Leute zuhören. Natürlich ist der nach fünf Minuten wieder rum. Natürlich kann man das auch konservieren. Aber mich interessiert der Slam an sich und das Flair drumherum. Ganz viele nehmen das auch als Sprungbrett, um bekannt zu werden. Sobald sie dann einen Vertrag haben mit irgendeinem Verlag, hören sie auch wieder auf oder machen das nur noch zu Promotionzwecken. Das ist genau das, was ich nicht mache.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Wie sieht das Niveau mittlerweile aus, also das unter den Slammern?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Je populärer die Sache wird, desto mehr Leute springen darauf an, die wirklich was drauf haben. Das Publikum ist in den letzten Jahren jünger geworden. Anfangs war es eine Underground-Geschichte und betraf Leute, die sich schon länger mit Popkultur beschäftigt und auch schon eine längere Zeit geschrieben hatten. Als ich einstieg, war das Durchschnittsalter eines Slammers um die 30. Mittlerweile sind wir bei 23, 24 Jahren angekommen. Und sie werden noch jünger, seit sich das an den Schulen herumgesprochen hat.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Du hast letztens erwähnt, dass Du selbst auch Workshops gibst. Was denn für Workshops?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Das sind Poetry-Slam-Workshops, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen, seit ungefähr zwei Jahren gibt es die vermehrt. Und ich schätze, dass bestimmt 30 bis 40 Slammer bereits damit einen guten Teil ihres Lebensunterhalts verdienen. Das war vor wenigen Jahren noch vollkommen anders, aber die haben einfach gemerkt: An den Schulen können sie die Schüler mit den Slammern zum Schreiben motivieren. Weil die Schüler ja eh schreiben. Wobei das Schreiben an sich nicht das Problem ist. Die schreiben ja Aufsätze am laufenden Band. Den Schulen fehlt es jedoch an Ideen, den Schülern kreatives Schreiben schmackhaft zu machen.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Und so einen knackigen Slammer-Style hat ja auch nicht jeder auf Anhieb drauf&#8230;</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Genau! Das ist eine ganz andere Art zu schreiben. Schüler sind ja gewohnt, Aufsätze zu schreiben, im besten Fall vorzulesen. Aber um so einen Slam-Text zu schreiben, braucht man einen ganz anderen Stil. Das ist den Leuten auch nicht bewusst. Und ich bringe ihnen dann ganz einfache Sachen bei, zum Beispiel, dass man nicht schreibt: „Das finde ich nicht gut, sagte er ärgerlich“. So. Das ist ja ganz normaler Aufsatzstil. Es geht einfach darum: Es gibt einen ganz grundsätzlichen Unterschied, ob man etwas schreibt, damit es andere lesen oder damit es andere hören. Und darum gibt es auch sehr viele Fehler, die alle Anfänger machen. Und um nichts anderes geht’s in meinen Workshops. Aber: Es ist keine simple Schreibwerkstatt. Ich sage nur, worauf man zu achten hat. Schreiben muss man selbst. Ansonsten klingen hinterher alle gleich. Das ist nicht Sinn der Sache.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Du züchtest Dir also Deine eigene Konkurrenz heran, oder?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Och, da hätte ich gar nichts gegen. Ich habe gerade wirklich das Problem, oder besser, ich höre aktuell von vielen Slammern: „Joa, ich hab’ da auch mal aus Spaß gerade einen Schüttelprosatext geschrieben, aber der liegt natürlich in der Schublade, den kann ich ja nicht bringen, weil dann alle sofort sagen, ich klinge wie Lasse Samström.“ Super! Ich habe da mittlerweile wirklich so eine Trademark drauf, dass ich wohl zuerst sterben muss, damit die Leute sich trauen, mit ihren Texten rauszukommen. <em>(er lacht laut)</em></p>
<p><strong>Ich:</strong> Was ist das Besondere am Slam-Publikum?</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Jedes Publikum ist auf etwas ganz Bestimmtes fokussiert. Jeder der zu Comedy geht, will zum Lachen gebracht werden, ganz egal wie. Wer zum Kabarett geht, der will Politik hören, ganz sicher wie. Beim Slam kann aber alles kommen. Ich freue mich immer, wenn jemand mit einem Text gewinnt, der überhaupt keine Pointen hat, der einfach nur fünf Minuten dahinfließt und eine bestimmte Stimmung erzeugt und die Leute packt. Aber letztlich geht es nicht um den Wettbewerb an sich. Der Wettbewerb ist ein Trick, um die Leute dahin zu bringen, den Leuten zuzuhören. Ein ganz wesentlicher Aspekt beim Slam ist, dass Scheitern erlaubt ist. Dass man sich eben auch hinstellen kann, weil man etwas auf dem Herzen hat oder etwas anderes auf die Bühne treibt. Und das Schöne ist: Die Leute halten für fünf Minuten das Maul. Egal, was kommt.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Aha. Die Leute vor der Bühne sind also pflegeleichter.</p>
<p><strong>L. Samström: </strong>Dieses Publikum hat grundsätzlich eine andere Einstellung zu dem, was es konsumiert. Denn es ist interaktiv. Und das ist der entscheidende Unterschied. Der Künstler liefert nicht einfach zum unkommentierten Konsum ab, sondern das Publikum wird aufgerufen, zu kommentieren. Dadurch entsteht eine ganze andere Aufmerksamkeit als bei einem Kabarett- oder Comedy-Abend. Und das hält die Leute bei der Stange. Für mich ist das eine einzigartige Form von Aufmerksamkeit. Das heißt, jeder, der auf die Bühne geht, kriegt vorab den gleichen Applaus. Dann liefert der Künstler, woraufhin mit dem Publikum verhandelt wird, wer gut war und wer böse. Das wiederum verhindert, dass so eine satte Konsumhaltung entsteht. Auf dezente Art und Weise, wie ich finde.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Vielen Dank, Lasse, und bis bald!</p>
<p>Ich stecke mein Telefon in die Tasche, zögere und hole es wieder hervor. Wie gut doch solche <em>Smartfone</em> sind, denke ich und suche nach einem Video von Lasse&#8230;</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/RSyRNx03fwg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 1. November 2011 um 14:00 Uhr)</em></p>
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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Nando Lierath</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine morgendliche U-Bahnfahrt ins Büro unterhält mich mit monotonem Rattern der Wagenräder über Gleise. Wann habe ich mich das letzte Mal eigentlich an meine Einschulung erinnert? Erst kürzlich, als mein Chef über die Einschulung seines Kindes twitterte. Und plötzlich war ich wieder der Zwerg, dessen Füßchen nervös auf einer eigens gezimmerten Fußbank vom Hausmeister der Schule scharrten, weil sie zu kurz waren...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/10/Nando.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1828];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-1831" title="Nando" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/10/Nando-1024x682.jpg" alt="" width="491" height="327" /></a></p>
<p><strong>Nando Lierath: &#8220;Es war eine prägende Lebenszeit, eine Zeit des Ausprobierens.&#8221;</strong></p>
<p>Eine morgendliche U-Bahnfahrt ins Büro unterhält mich mit monotonem Rattern der Wagenräder über Gleise. Wann habe ich mich das letzte Mal eigentlich an meine Einschulung erinnert? Erst kürzlich, als mein Chef über die Einschulung seines Kindes twitterte. Und plötzlich war ich wieder der Zwerg, dessen Füßchen nervös auf einer eigens gezimmerten Fußbank vom Hausmeister der Schule scharrten, weil sie zu kurz waren. Das Stück Holz verfolgte mich nach der ersten Klasse noch die Hälfte meiner Schulzeit, und so richtig losgeworden bin ich es bis heute nicht. Die Bank ist zumindest ein Lacher für gesellige Runden.</p>
<p>Manchmal glaube ich, dass mich diese Zeit geprägt hat. Natürlich gab es noch viele andere Faktoren, die mich zu dem machten, der ich heute bin. Und bis jetzt habe ich eine Menge Kohle ausgegeben, damit man mich auf den richtigen Persönlichkeitspfad führt. Denn mit so ganz viel Mut statteten mich Kindergarten und Schule nicht aus.</p>
<p>Was war es eigentlich, das uns prägte, das unsere Persönlichkeit formte? Waren es die Kinderstreiche, mit denen wir uns Respekt erkämpften? Waren es lange Fernsehnächte, respektive Lesenächte, in denen wir die Facetten unserer Helden verinnerlichten? Oder war es gelernte Angst, die unsere Glieder lähmte und das Leben auf Wunschträume reduzierte?</p>
<p>Alles. Mit Sicherheit ein bedenklicher Cocktail aus allen Erfahrungen, die wir machen.  Nur ihre Ausprägungen nahmen ganz unterschiedliche Tiefen an. Manche Gräben sind nun tiefer als der Marianengraben, andere so seicht wie die Ebbe des Wattenmeeres. Zu erkennen ist die Vielfalt an Schluchten in den Gesichtern vieler Menschen, die mir täglich auf meinem U-Bahnritt begegnen.</p>
<p>Unterdessen gibt es Menschen, die ihre Umwelt Zug um Zug herunterschlucken. Sie vollziehen schon in ihrer Kindheit und Jugend stetige Persönlichkeitswandlungen, die sie zu greifen schwer machen. Ihre Rollen nehmen den obersten Beliebtheitsskalenrang ihrer Mitmenschen ein, ebnen ihnen den Weg in täglichen Seifenopern oder bringen sie auf die Schulbühnenbretter, die die Welt bedeuteten.</p>
<p>Gerne denke ich an unser Schultheater zurück, das über die Mauern der Lehranstalt und auch ihrer Wirkungszeit hinaus als Kabarett bekannt wurde. Und dabei denke ich stolz daran, dass ich einen seiner schillernden Mitstreiter zu meinen engsten Vertrauten zähle. Denn schlussendlich hat auch er mich geprägt mit seiner Art, die Dinge mit seinem literarisch, gesellschaftlichen &#8220;Papst-Auge&#8221; zu sehen.</p>
<p>Also krame ich wieder mein Telefon aus der Jacke. Es ist kalt, meine Handschuhe verhindern ein zielorientiertes Tasten. Aber ich schaffe es, die Nummer eines alten Freundes zu wählen, den ich seit meiner Einschulung kenne, aber erst in den Jahren nach unserer gemeinsamen Schulzeit schätzen gelernt und seine Eingebungen als prägend empfunden habe. Nando Lierath war bis 2004 Mitglied des Kabarettquartetts <a title="NINGDONGS" href="http://www.sachsendiva.de/frosch-cafe/Spielplan/Lachmesse/Ihr_sechster/ihr_sechster.html" target="_blank">Die NINGDONGS</a> und weiß um ein prägendes Leben mit vielen verschiedenen Gesichtern.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Bist Du noch der, der Du sein möchtest oder schon jemand anderes? Wer warst Du alles in den letzten zwanzig Jahren?</p>
<p><strong>N. Lierath: </strong>Also ich war in den letzten zwanzig Jahren eigentlich nie jemand anderes, als ich jetzt bin. Es gibt immer Momente in der Selbstwerdung, in der Selbstfindung, wo man sich vielleicht an Idolen oder Persönlichkeiten orientiert, die man toll findet und zu denen man aufschaut. Bei denen man sich sagt – <strong><em>so</em></strong> möchte ich sein. Aber das sind Orientierungspunkte und die sind natürlich mit Utopie verknüpft. Das sind ja alles Menschen, an denen man sich vielleicht die Maßstäbe für sich selbst erarbeitet. Aber das hat noch nicht dazu geführt, dass ich jemand anderes sein wollte. Oder nicht zugelassen habe, mich ganz persönlich und authentisch dahin zu entwickeln, wie ich es heute bin. Ein Prozess, der übrigens nie abgeschlossen werden kann.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Vor einigen Jahren warst du eine tragende Figur im Kabarett-Quartett <a title="NINGDONGS" href="http://www.sachsendiva.de/frosch-cafe/Spielplan/Lachmesse/Ihr_sechster/ihr_sechster.html" target="_blank">Die NINGDONGS</a>. Ich erinnere mich noch an einige Auftritte damals, den letzten bewusst am 4. November 2000. Wenn Nando Lierath heute zurückblickt – wie wirkt der alte von damals?</p>
<p><strong>N. Lierath: </strong>Interessant, dass Du das fragst. Denn seit diesem Jahr existieren wir genauso lange nicht, wie wir überhaupt als aktive Gruppe existiert haben. Meine Mitstreiter würden jetzt einwerfen, dass wir immer weiter existieren, denn wir sind ja nicht gestorben, wir spielen nur nicht. &#8211; Das ist Haarspalterei. Aber es stimmt schon, dass wir sieben Jahre auf der Bühne aktiv waren und es seit sieben Jahren nicht mehr sind. Es war eine prägende Lebenszeit, eine Zeit des Ausprobierens, des Wachsens, aber auch des Umsehens nach links und rechts, was es noch so für Möglichkeiten gibt, weshalb wir 2004 gesagt haben, dass jeder einmal schaut, was es noch so im Leben gibt. Wir waren an einem Scheidepunkt, es entweder vollständig professionell zu machen oder uns zu trennen, um anderen Interessen zu folgen. Nichtsdestotrotz hatte uns die Zeit sehr eng zusammengeschweißt. Ich möchte diese Zeit nicht missen. Vielleicht ständen wir heute bei „Neues aus der Anstalt“ mit Urban Priol. Aber das mag alles nur Spekulation sein.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Ja, und es bleibt alles anders&#8230; Schönes Credo für ein Programm übrigens. Ihr seid dann gleichzeitig mit Stücken von <a title="Herricht und Preil" href="http://www.youtube.com/watch?v=vvDxMS616X0" rel="shadowbox[sbpost-1828];player=swf;width=640;height=385;" target="_blank">Herricht und Preil </a>aufgetreten, hattet sogar die Exklusivrechte von Hans-Joachim Preil erhalten, ihre Stücke auch in der Öffentlichkeit spielen zu dürfen. War es Überzeugung, sie zu spielen bzw. das Publikum in Erinnerungen zu bannen oder nur neuer Stoff für Euch?</p>
<p><strong>N. Lierath: </strong>Auch eine aktuelle Frage, da Rolf Herricht in diesen Tagen dreißig Jahre tot ist und der MDR ihn auch ehrt. Er gehört nämlich zu den Künstlern, die in einem eher wiedervereinigten Deutschland so groß hätten werden können, wie Heinz Ehrhard in der Bundesrepublik. Und es ist traurig, dass er es nicht geworden ist. Ob sie als Duo auch so groß geworden wären, weiß ich nicht. Für mich waren die beiden damals kein Neuland, eher für meine Mitstreiter. Ich hatte ihre Schallplatten mit den besten Stücken. Aber es war nicht die Suche nach neuem Stoff oder nach einer neuen Identität mit neuen Rollen. Ich fand die Idee nur gut. Und dann fingen wir an, die Stücke zu spielen und merkten, dass es eine runde Sache war. Übrigens viel schöner für mich persönlich als die großen Programme mit dem Gesamtensemble, weil ich hier <em>eine</em> Rolle gespielt habe. Es ist zwar nicht so wie in einem Theaterstück, in dem man mit dem Abend in die Rolle hereinwächst, denn es sind ja eben kürzere Stücke, aber sie waren immer nach demselben Motto gestrickt – wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte und der lachende Dritte ist das Publikum. Hierbei haben wir wirklich handwerkliches Gespür entwickelt, weil wir miteinander wie kleine Regisseure gearbeitet haben. Es gab also eine kleine Werkstatt für Herricht und Preil, und es war schön, mal nicht das Mädchen für alles zu sein. Denn bei den anderen Programmen war ich bei jeder Nummer nicht nur als Darsteller dabei. Einer musste Klavier spielen oder musste überleiten. Hier war ich nun in der Rolle ähnlich des Rolf Herricht. Und dass wir dann auch noch Kontakt aufnehmen konnten zu Herrn Preil, der uns die Rechte dafür einräumte, war etwas Wunderbares. Jedoch deklarierten wir unser Auftreten mit diesen Rollen nie als Herricht und Preil, sondern blieben immer wir selbst, was wir in den Überleitungen auch so unmissverständlich vermittelten. Wir nahmen nie ihr Aussehen an oder taten so, als wären wir sie. Dieses Modell fanden wir immer erstrebenswert.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Ich kenne Dich als einen Menschen, der sogar schon mal einen Brief an den Papst schreiben würde oder sich auf einen Kaffee mit Thomas Mann getroffen hätte. Wieso faszinieren Dich <em>(diese)</em> Berühmtheiten?</p>
<p><strong>N. Lierath: </strong>Also grundsätzlich würde ich mit keinem von beiden tauschen wollen. Der Papst hat für mich eine viel zu hohe Verantwortung und Thomas Mann ist bereits tot. Ich möchte höchstens beiden ihren Sinn für Eloquenz stehlen, weil ich sie in ihrer Rhetorik sehr verehre. Wobei sie beide eigentlich vollständig gegensätzlich sind. Ratzingers Bescheidenheit ist für mich sehr bewundernswert. Ich liebe seine einfache Rhetorik, die prägnant ist, die überzeugend ist. Sie wirkt immer sehr spontan, ist dabei aber so korrekt, dass man sein Wort fast immer ohne Lektorat drucken könnte. Anders bei Thomas Mann – und das teilst Du ja mit mir – bei ihm es ist seine Art, verkünstelt, verkapselt zu reden, und zu schreiben, wie er es für richtig hält, ohne Rücksicht auf den Leser. Und es gibt diese schönen Zitate, wo er sich quasi selbst persifliert, aus dem „Dr. Faustus“, wo ein Satz über fast eine oder mehrere Seiten geht und er dann mitten auf der Seite schreibt: „Ich bitte darum, erneut ansetzen zu dürfen.“ Eine wunderbar kunstvolle Sprache, in der heute niemand mehr schreibt. Das ist für mich etwas ganz Großartiges. Aber grundsätzlich würde ich mich auch gerne mal mit Helmut Schmidt auf eine Zigarette treffen. <em>(Er grinst, man hört es sehr gut.)</em></p>
<p><strong>Ich: </strong>Dein Leben ist eng mit der Musik verknüpft, schon aus Familiengründen. Welche Rolle spielt die Musik für Dich heute?</p>
<p><strong>N. Lierath: </strong>Jede andere Frage wäre einfacher. Wenn einem Musik so viel bedeutet, wie sie mir bedeutet, dann möchte man an dieser Stelle etwas Schönes sagen, etwas Denkwürdiges. Ich kann es nicht in Worte fassen. Es ist aber sicherlich so, dass sie eine treibende Alltagskraft für mich ist. Und zwar ganz unbewusst sowohl beim Musik machen als auch beim Musik hören. Wobei interessant ist, dass ich in Wochen, in denen ich zur Ruhe kommen soll, durchaus auch einmal eine Woche ohne Klavier auskomme. Eigentlich ist das ein Luxus für jemanden, der im Training bleiben muss. Aber dann fehlt mir nichts. Es ist keine Sucht, keine Droge, jedoch ist sie für mich schon ein unentbehrlicher Lebenspartner.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Heute bist Du Musiklehrer. Ist der Umgang mit den Schülern ein musikalisches Schauspiel für Dich?</p>
<p><strong>N. Lierath:</strong> Ich bin in diese Sache eher hineingerutscht. Der Beruf des Musiklehrers ist für mich eine momentane Perspektive, deren Ende nicht absehbar ist, weil ich sie sehr gerne ausübe. Aber es war nie mein Wunsch, Musiklehrer zu sein oder überhaupt als Lehrer zu arbeiten. Ich hatte mir damals mit einem geisteswissenschaftlichen Studium eine akademische Basis geschaffen, für welche Aufgabe auch immer. Aber die Lehreraufgabe war dabei gar nicht in meinem Kopf. Der große Mangel an Musiklehrern, gerade hier in unserer Heimat, war eigentlich das Glück für mich, diesen Beruf zu ergreifen, bei dem ich mein Wissen anwenden kann und selbst auch zu wissen, dass mein Wissen gebraucht wird. Jetzt bin ich seit drei Jahren dabei und kann sagen, dass ich ihn gerne mache. Der Musiklehrer in mir ist dabei eine Facette. Denn jeder, der mich kennt, weiß, es gibt das Oberlehrerhafte, es gibt den alten Professor in mir, der belehrt und den Finger hebt, der merkt, dass die Leute an seinen Lippen kleben. Und das ist eine Eigenschaft, die kann ich hier gut an meine Schüler verkaufen.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Danke, mein Lieber, für das Gespräch. Auf bald wieder&#8230;</p>
<p>Nach jedem Nando-Gespräch schwimme ich in meinem Meer aus Erinnerungen. Es ist ein Flashback durch meine eigene Zeit. Ich will sie nicht mehr missen. Ich kann es auch nicht. Aber es ist immer noch eine prägende Lebenszeit und vor allem eine Zeit des Ausprobierens. Das wird wohl noch ein paar Jahre so weitergehen. Und ob das mit dem Prägen überhaupt so wichtig ist, weiß ich nicht. Es bleibt ja alles anders.</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 19. Oktober 2011 um 16:00 Uhr)</em></p>
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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Ijoma Mangold</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/09/auf-ein-telefonat-mit-ijoma-mangold/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 21:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sind wild, romantisch, kindisch, heroisch, auch phobisch, traumatisch und nicht zuletzt berühen wir uns mit ihnen, weil sie aus unseren Tiefen stammen. Neulich hörte ich auf dem U-Bahnsteig jemanden in sein Telefon hauchen: „Ein Traum ist nicht vernünftig, aber schön.“ Wen diese Botschaft nun in welchem Effekt treffen sollte, soll mich nicht interessieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/09/mangold_dpa.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1811];player=img;"><img class="size-full wp-image-1818 alignnone" title="mangold_dpa" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/09/mangold_dpa.jpg" alt="" width="550" height="374" /></a></p>
<p><strong>Ijoma Mangold: „Das eigentlich Glückverheißende ist, sich einem Ziel zu nähern.“</strong></p>
<p>Wir sind wild, romantisch, kindisch, heroisch, auch phobisch, traumatisch und nicht zuletzt berühen wir uns mit ihnen, weil sie aus unseren Tiefen stammen. Neulich hörte ich auf dem U-Bahnsteig jemanden in sein Telefon hauchen: „Ein Traum ist nicht vernünftig, aber schön.“ Wen diese Botschaft nun in welchem Effekt treffen sollte, soll mich nicht interessieren.</p>
<p>Manche sagen, der Wunschtraum sei Lebenselexier, ein Antrieb für Lebensfähigkeit. Ohne ihn könne man nicht existieren, quasi ohne den Traum nicht einmal überleben. Er gibt uns Hoffnung, ist Teil des täglichen Bürofluchtplans, oft auch eine literarische Sehnsucht (für den kleinen Helden sozusagen). Und irgendwie auch zum Schreien komisch, wenn wir mal wieder den Vorstellungen eines Freundes lauschen, der ja eigentlich aus seinem Nähkästchen plaudert.</p>
<p>Oder wir gar unfreiwilliger Zuhörer einer solchen Äußerung wieder werden. „Boah, so’n Transformer sein, wäre schon geil“, grinst neulich der Zwerg mit dem viel zu großen Schulranzen, in der U-Bahn neben mir stehend, in die Runde. Den Rest seiner Begeisterung formuliert er, als sei es eine selbstverständliche Berufswahl. Ein anderer Zwerg wendet ein: „Geht ja gar nicht. Das war doch nur ein Film.“ Die daraus resultierende Diskussion würde den Rahmen hier sprengen.</p>
<p>Ich gebe aber zu: Ich träume heute auch noch sehr gerne. Erst neulich war Eddie Vedder eigentlich nicht existent, außer seiner Stimme, die eigentlich mir gehört. Ganz zu schweigen von den Gitarrensoli bei Deus und meiner Einhundertmeter-Jacht. Bleibt nur noch herauszufinden, wann ich welchen Traum umsetzen kann.</p>
<p>Und weil es mich brennend interessiert, rufe ich jemanden an, der Wunsch und Traum, quasi den Wunschtraum, bereits in tausenden belletristischen Formungen und Kontexten gehört und gelesen hat: <a title="Ijoma Mangold auf Wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ijoma_Mangold" target="_blank">Ijoma Mangold</a>, deutscher Literaturkritiker und stellvertretender Ressortleiter Feuilleton DIE ZEIT. Vielleicht sagt er mir, was ich tun kann&#8230;</p>
<p><strong>Ich: </strong>Herr Mangold, Hand auf’sTelefon: Was ist Ihr größter Traum?</p>
<p><strong>I. Mangold (lacht): </strong>Gleich eine Überrumpelungsfrage. Und nicht weil es mir an Offenheit fehlt, aber ich habe keinen „größten Traum“ so direkt auf der Zunge. Das heißt bestimmt nicht, dass ich wunschlos glücklich wäre, ganz im Gegenteil. Ob es einen konkreten Traum gibt, das glaube ich, könnte ich so nicht sagen.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Angenommen es gäbe den Traum doch: Wollten Sie ihn überhaupt wahr werden lassen?</p>
<p><strong>I. Mangold: </strong>Na ja, ich glaube, das Problem am großen Wunschtraum ist, dass wir Menschen alle in erster Linie von einer wahnsinnigen narzistischen Energie getrieben sind. Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto stärker fällt es mir auf, wenn ich in die Welt um mich herumblicke. Nun weiß ja jeder, der mit sich im stillen Kämmerlein sitzt, dass er sicherlich recht omnipotente Wünsche und Träume hat. Anders ist es wohl eine ganz normale, neuronale Grundfunktion. Und jeder halbwegs vernünftig tickende Mensch weiß, dass das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Es wäre wohl falsch, das auf die Wirklichkeit loszulassen. Weshalb man auch nie laut darüber reden würde. Nicht, weil es falsch wäre, sondern eher aufgrund der libidösen Anmutung, der Initimität, die dahintersteckt.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Ihr Kollege <a title="Ulrich Rüdenauer &quot;João, wo bist du?&quot;" href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-04/marc-fischer-hobalala" target="_blank">Ulrich Rüdenauer</a> hat mal geschrieben: „Wem sich die Dinge erfüllen, der dürfte der Hölle näher sein als dem Himmel. Sehnsucht bedeutet Wachheit, Überreizung, Dasein in der Schwebe, Bewegung, Leidenschaft, zuweilen ein Zurückgeworfensein auf die Vergangenheit.“ Kennt der Mensch heute überhaupt noch die Sehnsucht eines unerfüllten Traumes?</p>
<p><strong>I. Mangold: </strong>Das ist ja ein altes Motiv, auch in der Literatur, dass einem nichts Übleres passieren kann, als wenn die eigenen Wünsche wahr werden. Aber das kann ich natürlich nicht überprüfen, weil meine eigenen Wünsche nicht wahrgeworden sind. Dass man immer Spannung braucht, etwas Nichtrealisiertes, das sich auf die eigene Sehnsucht ausrichtet, ich glaube, so ist Ulrich Rüdenauer zu verstehen. Das leuchtet einem ja auch sofort ein. Das eigentlich Befriedigende und das Glückverheißende ist, sich einem Ziel zu nähern. Und sobald man es erreicht hat, kommt das Gefühl des Überdrusses und das Ende irgendwie wahnsinnig schnell. Das ist eine sehr gemeine Struktur unserer Art, in der Welt zu sein und des Lebens. In der Tat kommt man da nicht drum herum.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Da gibt es aber ja noch die tausend anderen Träume, die man uns als unsere eigenen verkauft. Produziert von den Medien. Der Traum wird ja heute dann doch schon sehr inflationär verwendet&#8230;</p>
<p><strong>I. Mangold: </strong>Ja, das ist so ein bisschen Kulturkritik der alten Kiste. Das leuchtet mir immer nicht ganz so ein. Es ist völlig in Ordnung, dass Träume fabriziert werden, damit ist ja immer viel Spaß verbunden. Und diese alte Kulturkritik aus der <a title="Erklärung Adorno" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno" target="_blank">Adorno</a>-Schule hat ja die Angst, dass da eine Verdinglichung, eine Fremdbestimmung unseres Innenlebens stattfindet, in der wir nicht mehr unseren wahren Wünschen folgen, sondern den Traumgrößen, die die Kulturindustrie oder Hollywood erzeugt. Ehrlich gesagt: Damit hab ich nun gar kein Problem. Ich finde nichts schöner, als der Traumschönheit einer Julia Roberts in einem dunklen Kinosaal nachzuhängen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Dann also doch noch mehr Träume dieser Art erzeugen?</p>
<p><strong>I. Mangold (zögert): </strong>Das mit den Träumen – also ich weiß nicht, ob dieser Begriff Traum ein wenig zu speziell ist – also es gibt Träume, wie wir sie kennen, künstliche Welten wie im Kino oder in den Büchern. Ohne diese Welten wären unsere Träume wirklich öde. Und natürlich schaue ich mir deswegen gerne einen James Bond an, weil ich in Wahrheit auch wahnsinnig gerne mal wie ein Geheimagent durch die Welt ziehen würde. Dieser simple Identifikationsmechanismus ist ja das Herz von allen fiktionalen Welten. Man sollte sich weder davor schämen noch sollte man sie unterdrücken. Wenn ich mich dann aber frage, woher das Glück im realen Leben kommt, hat das als real empfundene Glück ja in Wirklichkeit nichts mit Träumen zu tun, sondern eher mit Substanz. Merkt man, dass bei den Genüssen Inflationsgefahr in Verzug ist, sucht man nach etwas, das irgendwie nachhaltig ist, das man mit Menschen verbindet, das über den Tag hinaus dauert wie eine Beziehung. Das bringt wohl die eindeutige Befriedigung im Sein.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Bringt uns das Streben nach Erfüllbarkeit voran?</p>
<p><strong>I. Mangold: </strong>Ich glaube schon, dass die meisten Dinge in dieser Welt entstanden sind, weil ihre Betreiber unter maßlosem Ehrgeiz gelitten haben. Weil eine Welt, in der der Ehrgeiz abgeschafft wäre, würde vermutlich in der <a title="Erklärung Entropie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie" target="_blank">Entropie</a> zerfallen, weil es dann zu wenig Energie gäbe.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Haben Sie schon einmal mit Ihrer Kritik an einem, sagen wir literarischen Werk, den Traum eines Autoren zerstört?</p>
<p><strong>I. Mangold: </strong>Nein. Man kann durch eine Rezension die gute Laune und das Hochgefühl eines Autors empfindlich treffen. Aber ich glaube nicht, dass ein einfacher Literaturkritiker bei unserem pluralistischen Medienorchester heute noch die Kraft hat, ein Autorenschicksal völlig zu besiegeln. Das glaube ich nicht. Der blutigste und gleichzeitig bekannteste Zerriss, den ich kenne aus der Literaturgeschichte, ist der von <a title="Friedrich Sieburg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Sieburg" target="_blank">Friedrich Sieburg</a> über Walsers Roman <a href="http://www.luise-berlin.de/lesezei/blz98_09/text04.htm" target="_blank">‚Halbzeit’</a>. Danach wuchs eigentlich kein Gras mehr. Es hat aber glücklicherweise der großen Walser-Karriere nicht geschadet. Auch wenn ihm diese Rezension selber noch Jahrzehnte später nachgeht.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Lieber Herr Mangold, vielen Dank für das Telefonat!</p>
<p>Zurück in meinem Kopf, halte ich die Träume an die Jacht und Gitarrensoli wach. Ich lebe sie gerne in den Momenten, in denen ich sie brauche, weil sie Kraft geben. Und ständig kommen neue hinzu. Ich habe über die Zeit gelernt, mit ihnen umzugehen und die Realistischen von den Unrealistischen zu trennen. Nach welchen Kriterien ich dabei vorgehe, verrate ich aber nicht&#8230;</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 18. Juli 2011 um 15:30 Uhr)</em></p>
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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Saliya Kahawatte</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/08/auf-ein-telefonat-mit-saliya-kahawatte/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 05:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, die begann bei mir in der ehemaligen DDR, als eine Karriere noch keine Karriere war. Eher eine Laufbahn, mit einem Arbeitsplatz, dem man eigentlich seinem gesamten Leben verpflichtet war. Entscheidungshoheiten dahingehend teilten sich die Lehrer und in wenigen Ausnahmen auch das ZK (Zentralkomitee der DDR).
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/sali-web.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1782];player=img;"><img class="size-medium wp-image-1784 alignnone" title="sali web" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/sali-web-412x382.jpg" alt="" width="412" height="382" /></a></p>
<p><strong>Saliya Kahawatte: &#8220;Mit Rationalität käme ich im Leben nicht weiter.&#8221; </strong></p>
<p>Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, die begann bei mir in der ehemaligen DDR, als eine Karriere noch keine Karriere war. Eher eine Laufbahn, mit einem Arbeitsplatz, dem man eigentlich sein gesamtes Leben lang verpflichtet war. Entscheidungshoheiten dahingehend teilten sich die Lehrer und in wenigen Ausnahmen auch das ZK (Zentralkomitee der DDR).</p>
<p>Wie dem auch sei, alles war geradlinig. Eine Lehre wies den Weg, den Rest bog die Zeit zurecht. 10. Klasse, Heirat, Kinder, Trabbi&#8230; Heute biegt die Zeit zumeist nicht viel zurecht und eine Lehre weist nicht mehr unbedingt den Weg eines beruflichen Lebens. Wohl auch nicht das erste Studium oder das zweite. Sieht man an mir. Das haben auch die ersten jungen Leute erkannt und wiederum eigene Gegenmaßnahmen eingeleitet. Sie entwarfen die Turbo-Vita: ein Einweg-Studium, keinen Zeitverlust, auf Papier nur Glanz und Gloria.</p>
<p>Experten wiederum bemängeln diese Neuerscheinung der Lebensgeradlinigkeit: Da stehen die Abi-Kids auf der einen Seite und kämmen ihr Leben auf dem Papier, bis der Scheitel sitzt. Aber das Veto ringt auf der anderen Seite: Zu doll gestriegelt, behindert es den Blick nach links und rechts. Aber der ist wichtig.</p>
<p>Diese Gedankenspirale bringt mich wieder zurück in meine Studienzeit, als ich <a title="Saliya Kahawatte" href="http://www.saliyakahawatte.de/" target="_blank">Saliya Kahawatte</a> kennenlernte. Er ist fast blind. Aber eigentlich ist er auch <a title="Buch von Saliya Kahawatte" href="http://www.eichborn.de/buecher/titel/mein_blind_date_mit_dem_leben/" target="_blank">Schriftsteller</a> und mittlerweile erfolgreicher <a title="Unternehmensberatung Saliya Kahawatte" href="http://www.minusvisus.de/" target="_blank">Unternehmensberater</a>. Für außergewöhnliche Unternehmensfälle, versteht sich. Und er fand seinen Weg im wahrsten Sinne, auch über einen Umweg. Oder vielleicht zwei oder drei.</p>
<p>Und da stehe ich wieder einmal in der U-Bahn. Ich spekuliere, was für ein Leben meine Mitreisenden wohl hinter ihren Gesichtern verstecken, welche Umwege sie gehen. Antworten verschuldet rufe ich Saliya an, um herauszufinden, wohin ihn sein Weg gerade führt&#8230;</p>
<p><strong>S. Kahawatte:</strong> Kahawatte.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Hallo Saliya. Ich erinnere mich gerade an unsere Studienzeit. Deine Wurzeln sind wie meine, nämlich die Hotellerie. Vermisst Du die Zeit im Restaurant? Tranchieren? Filetieren? Dekantieren?</p>
<p><strong>S. Kahawatte:</strong> Nein, also vermissen tue ich es nicht, aber ich habe die Zeit genossen. Es ist ein Teil meines Lebens und auch ein Teil meines Charakters, auf dem fußt, was ich heute bin. Aber was ich heute tue, finde ich wesentlich interessanter. Es machte mich ja zu dem, was ich heute bin. Von daher ist es wichtig, vermissen tue ich es jedoch nicht. Aber ich kann es noch – ich habe es vor kurzem in Berlin erst wieder gemacht. (Er lacht verschmitzt.) Seezunge filetiert und Wein dekantiert.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Das sollte ich auch mal wieder probieren&#8230;</p>
<p><strong>S. Kahawatte:</strong> Ja, es war toll. Ein Kunde aus einem Unternehmen, der mich aus der Hotellerie noch kennt, fragte mich neulich bei einem gemeinsamen Essen: ‚Kannst Du das noch?’ Und ich sage: ‚Natürlich!’ Er so: ‚Das glaube ich nicht.’ Ich entgegne: ‚Klar, das haben wir gleich. Lass mal bitte eine Seezunge sieden, ich mach das mal schnell.’ Und dann hab ich sie filetiert, die Kartoffeln und den Blattspinat vorgelegt. Fertig.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Was ja niemand wusste: Deine eigentliche Herausforderung war aber schon immer Deine Sehschwäche. Du hattest es geschafft, sie vor Deiner Umwelt zu verheimlichen, mit Hilfe von Verbündeten. Rückblickend: Wie wäre Dein Leben verlaufen, wenn Du nicht Herr über die Krankheit geworden wärest?</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Dann wäre ich in einer sozialen Einrichtung gelandet, die speziell für Blinde und hochgradig Sehbehinderte ausgerichtet ist. Dann hätte ich einen behindertengerechten Beruf gelernt, der mich am Ende in die Arbeitslosigkeit oder in die Frühverrentung geführt hätte.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Das hat Dich zu einem Orientierungsmeister gemacht. Du hast immer Deinen Weg gefunden – wörtlich und im übertragenen Sinne.</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Ja, aber ich musste auch Federn lassen. Ich hatte mich einst ganz verloren, beziehungsweise ganz aufgegeben. Nein, eigentlich war ich schon ganz weg. Ich musste wieder von Null auf Hundert gehen wie Phoenix aus der Asche.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Was war passiert?</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Das ganze Thema Sucht, Drogen, Suizid, Medikamentenmissbrauch – das war eine ziemlich bittere Erfahrung. Ich bin in die miesesten Untiefen meines Unterbewusstseins gegangen. Darin versunken. Und es war schwer, mich da wieder herauszuwinden – aus Entmündigung und geschlossener Psychiatrie. Das ist mehr als eine Hürde, wie man sie vielleicht aus dem Alltag kennt. Es war sehr kraft- und zeitraubend, auch die Energie, die ich investieren musste, um meine Behinderung zu verheimlichen. Dauerhaft hat es mich nicht glücklich gemacht.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Wie hast Du das geschafft?</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Teils mit Verbündeten, teils mit Choreographie, teils durch Abläufe, die ich mir überlegte: Wie kann ich das System „aufdröseln“, wie kann ich etwas anders machen oder auditiv an eine Situation herangehen, um weniger visuell zu arbeiten? Denn das konnte ich ja nicht. Es war schwierig, alles ständig neu zu überdenken, weil mein Sehvermögen immer weiter zurückging. Und ich musste alles kontinuierlich neu justieren. Wenn ich zum Beispiel einen Wein einschenkte – jeder normale Kellner weiß, wie viel er in das Glas einzuschenken hat – ich musste lernen, die richtige Füllhöhe zu erhören. Grundsätzlich investierte ich ungefähr das Dreifache an Zeit und Kraft, um gegenüber einem „normalen“ Menschen bestehen zu können.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Heute bist Du selbstständig. Profitieren Deine Kunden von Deinen Lebenserfahrungen?</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Die es wollen und die es erkennen, ja. Es gibt schon ein paar Prozent Leute, die sagen: ‚Der hat `ne Meise. Der kann ja noch nicht mal alleine zur Bushaltestelle gehen.’ Andere sagen: ‚Den wollen wir haben! Endlich mal jemand, der Out of the Box denkt und handelt, denn er lebt es uns ja auch vor.’ Das sind dann Konzerne und Firmen, die sich jemanden suchen, der neue Wege geht, weil sie auch neue Wege gehen wollen. Dabei bin ich Unternehmensberater sowie Management Trainer und Coach für Finanzdienstleister, Bürodienstleister, Supermarktketten und zum Beispiel Automobilfirmen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Was bedeutet diese Selbstverwirklichung für Dich heute?</p>
<p><strong>S. Kahawatte:</strong> Die ist ja immer ongoing, denn es geht ja noch weiter. Ich möchte mich weiterhin verwirklichen. 2016 strebe ich die <a title="Paralympics in Rio de Janeiro" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sommer-Paralympics_2016" target="_blank">Paralympics</a> im Schwimmen an. Momentan trainiere ich zehnmal die Woche und bereite mich konsequent darauf vor. Dann bin ich deutscher Botschafter auf den <a title="Weltkongress der Blinden und Sehbehinderten" href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&amp;comefrom=scan&amp;r=459777" target="_blank">Weltkongress der Blinden und Sehbehinderten</a> unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel, womit ich auch die Weltbühne betrete, um mich für Menschen mit Benachteiligung stark zu machen. Es wird noch ein zweites Buch erscheinen und es gibt Menschen, die daran interessiert sind, mein erstes Buch zu verfilmen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Welche Fragen hat Dir das Leben bis heute nicht beantwortet?</p>
<p><strong>S. Kahawatte: </strong>Die einzige Frage, die ich mir immer selber stelle, ist ‚Wann werde ich endlich erwachsen und werde ich das noch erleben?’. Das liegt wohl daran, dass ich oft gefragt werde: ‚Wie machst Du das alles?’ Ich antworte, dass man – wie soll es auch anders sein – Kraft braucht, etwas Intelligenz haben sollte und ein großes Stück Naivität besitzen muss. Mit Rationalität käme ich im Leben nicht weit.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Vielen Dank, Saliya, für das Gespräch.</p>
<p>Es sind Umwege, wie mir ein von mir geschätzter Dozent mal zwischen Tür und Angel zurief. Es sind die Umwege, die uns um Erfahrungen reicher machen und eigentlich Koordinaten sind, damit wir uns endlich mal finden. Außerdem bewahren sie uns vor Fehlern, die wir nicht so einfach ausmerzen können. Solche Fehler zeigen sich dann, wenn die doch so graziös anmutenden Pfade sich im Verlauf der Reise zu schlammigen oder gar steinigen verwandeln.</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 18. Juli 2011 um 13:30 Uhr)</em></p>
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		<title>Auf ein paar Tweets&#8230; @Aus_der_UBahn</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/07/auf-ein-paar-tweets-aus_der_ubahn/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 07:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alter Ego. Es sei mittlerweile in vielen Sprachen zum geflügeltem Wort geworden, so Wikipedia. Wenn ich an Alter Ego denke, sehe ich ineinander verdrehte Schemen, die um die eigene Bewusstseinskontrolle ringen. Superstar gegen die graue Maus. Lover gegen Loser. Model gegen… ach. Wer bin ich eigentlich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --> <!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --> <!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --> <!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --> <!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --> <!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --></p>
<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U.png" rel="shadowbox[sbpost-1706];player=img;"></a></p>
<p><strong><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/Bildschirmfoto-2011-07-21-um-07.15.25.png" rel="shadowbox[sbpost-1706];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1769" title="Bildschirmfoto 2011-07-21 um 07.15.25" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/Bildschirmfoto-2011-07-21-um-07.15.25.png" alt="" width="523" height="306" /></a>@Aus_der_UBahn: „Beim Warten sind wir uns nicht ganz einig.“</strong></p>
<p>Alter Ego. Es sei mittlerweile in vielen Sprachen zum geflügeltem Wort geworden, so Wikipedia. Wenn ich an Alter Ego denke, sehe ich ineinander verdrehte Schemen, die um die eigene Bewusstseinskontrolle ringen. Superstar gegen die graue Maus. Lover gegen Loser. Model gegen… ach. Wer bin ich eigentlich?</p>
<p>Ich blicke in den Spiegel, ich schaue aus meinem Fenster auf die Beethovenstraße. Überall laufen die verdrehten Schemen; niemand hat noch wirklich Ahnung, kann weder zwischen Selbstwahrnehmung und Tagtraum unterscheiden. Menschen, die sich für obercool halten, sich aber lediglich zum Affen machen. Da war der Lover, der zum Loser wurde. Und nun sitzt er zwischen Baum und Borke.</p>
<p>Wir wünschen uns mal mehr, mal weniger, einen Menschen zu repräsentieren, der sich im sozialen Gefüge im oberen Drittel des Überdurchschnittlichen mit eben entsprechender Huldigung bewegt. Dann wünsche ich mir, Thom York zu sein. Er und sein Alter Ego Radiohead haben das starke Bedürfnis, die Metamorphosis zwischen Mensch und Maschine zu entdecken. Das macht Anerkennung plus Mehrwert.</p>
<p>Nein, eigentlich würde ich gerade lieber nur Arzt sein. Denn obwohl ich heute eigentlich telefonieren wollte, ist mir nicht nach Reden. Schon seit Stunden kämpfe ich mit Halsschmerzen. Ich will mich dennoch mit einem Alter Ego unterhalten. Einem, das etwas Ahnung von seiner Zweitpersönlichkeit hat und ein gutes Verhältnis zu seinem Realo pflegt.</p>
<p>Der Dings ist so einer. Er oder besser er und sein Realo treffen sich täglich anderthalb Stunden in der Hamburger U-Bahn. Sie teilen liebevoll, möchte man sagen, umweltgeformten Leidwitz mit der Welt außerhalb der quietschenden Büchsen auf Rädern. Auf moderne Art, durch den Twitter Kanal, mit dem Account @Aus_der_UBahn. Und er/sie ist/sind unterhaltsam. Jeden Morgen. Wahrscheinlich auch heute.</p>
<p>Mein Telefon lädt Twitter, ich warte auf Dings&#8230;</p>
<p><strong><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a>Ich: </strong>Guten Morgen, <a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a>. Schon <a title="#kaffee" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#!/search?q=%23kaffee">#Kaffee</a> gehabt heute Morgen? Mir sind die <a title="#kaffeeflecken" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#!/search?q=%23kaffeeflecken">#Kaffeeflecken</a> in der <a title="#u3" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#!/search?q=%23u3">#U3</a> aufgefallen. Deine?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er:</strong> Hallo <a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a>, danke, Kaffee gibt&#8217;s im Büro, in der <a href="http://twitter.com/search?q=%23U3">#U3</a> mag ich das nicht so. Ist aber ein gutes Thema&#8230;</p>
<p><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Manche glauben, du seist ein <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahnpirat">#U-Bahnpirat</a> und spähst die Hamburger U-Bahn aus, um sie irgendwann zu kapern. Deine Verteidigung?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Schön wär&#8217;s. <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahnpirat">#ubahnpirat</a> Aber die Institution lässt sich wohl nur durch einen sehr langen Marsch knacken..</p>
<p><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Also eher langanhaltende #U-Bahndemo?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Könnte sein. Mich nervt, wie der <a href="http://twitter.com/search?q=%23HVV">#HVV</a> Twitter ignoriert. Es wäre so einfach, da etwas Service &amp; Infos zu bieten. <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahndemo">#ubahndemo</a></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Och, Kaffee verschütet&#8230; Ja! Dann bist Du ja doch ein <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahnpirat">#U-Bahnpirat</a>. Greifst die Institution <a href="http://twitter.com/search?q=%23hvv">#HVV</a> an, alle lieben Deine Tweets.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Och, aber bitte ohne den empörten Habitus&#8230; Ich hab denen meinen Account auch schonmal zum Kauf angeboten. <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahnpirat">#ubahnpirat</a> <a href="http://twitter.com/search?q=%23hvv">#hvv</a></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /><strong>Er noch mal: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Haben sie nur nicht mitgekriegt, war ja per Twitter. <a href="http://twitter.com/search?q=%23ubahnpirat">#ubahnpirat</a> <a href="http://twitter.com/search?q=%23hvv">#hvv</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Wie hat die <a href="http://twitter.com/search?q=%23hvv">#hvv</a> reagiert?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Gar nicht. Unter <a href="http://twitter.com/hvv_geofox">@hvv_geofox</a> &#8220;entwickeln&#8221; die seit gefühlt 3 Jahren &#8220;Twitter&#8221;. <a href="http://twitter.com/search?q=%23hvv">#hvv</a></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> #U1, #U2 oder #U3, welche Bahn gleich fährt, siehst Du, wenn das Licht an&#8230; Setzt Du Deine U-Bahnkilometer von der Steuer ab?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Steuer? Was ist das?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Etwas, womit Du Vaterstaat&#8230; ach egal, machst Du Frühsport in der U-Bahn?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Den Sport habe ich vorher, wenn ich mit dem Rad zur Bahn fahre. So auch heute: Bei 20° in Regenklamotten. Örks.</p>
<p><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Ok, während der Realo kämpft, ruht sich <a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn">@Aus_der_UBahn</a> aus. Wie habt Ihr Euch eigentlich kennengelernt?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Mir war langweilig. Irgendwas in mir ließ mich zu diesem Telefon greifen&#8230; Seitdem bin ich zu zweit unterwegs.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Wie ist das Auskommen?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Mein RL-Avatar zickt manchmal rum. Kommt mit Sinnfragen und so. Neulich wollte er ganz aufhören. Hab mich aber durchgesetzt.</p>
<p><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Nach <a href="http://twitter.com/search?q=%23sigi">#Sigi</a> <a href="http://twitter.com/search?q=%23freud">#Freud</a> der U-Bahnen hättet Ihr also einen unterschwelligen Konflikt. Redest du mit der Umwelt darüber?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Ne, ich muss alleine damit klarkommen. Zuhause ist dieser neumodische Kram tabu. Gefährliche Funkstrahlen und so&#8230; <a href="http://twitter.com/search?q=%23sigi">#sigi</a> <a href="http://twitter.com/search?q=%23freud">#freud</a></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Also wurdest Du als ein Alter Ego noch niemandem persönlich vorgestellt. Ob das so gut ist&#8230;</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Doch, ich bin mal auf einer <a href="http://twitter.com/search?q=%23Twittnight">#Twittnight</a> geoutet worden. War lustig, in all den Jahren ist aber wieder Gras drüber gewachsen.</p>
<p><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Wie betrachtet Ihr beide die Kunst des Wartens?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Beim Warten sind wir uns nicht ganz einig. ER langweilt sich, ICH komme ins Denken und finde plötzlich überall Themen.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'; color: #5a7b93} span.s1 {color: #000000} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Zum Beispiel?</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Das Verhalten der Menschen. Intimsphäre. Politik. Schöne Momente (#Instagram). Und letzten Endes der Sinn von dat alles.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er noch mal: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Eigentlich ist U-Bahnfahren eine zeitgemäße Form der Meditation. Also, für mich jetzt&#8230;</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="alignleft" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn"></a><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Also Zeit für einen Meditations-Mob, sozusagen. Eine letzte Frage: Twitter macht zu?! Alle zu Google+?</p>
<p><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Argh, ich wusste es, die Google+Killerfrage &#8230; Ich vermute, Twitter wird weiter eine myspaceartige Randexistenz führen&#8230;</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="alignleft" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><strong>Er noch mal: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Wenn Twitter verschwindet, schreibe ich ein Buch. Wär vielleicht sogar besser.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 15.0px 'Helvetica Neue'} span.s1 {color: #5a7b93} --><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn"></a><a title="flocke_hh" href="http://twitter.com/#!/flocke_hh" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-1713 alignleft" style="margin-bottom: 15px; border: 10px;" title="flocke_hh" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/flo-shoot-130x130.jpg" alt="" width="46" height="46" /></a><strong>Ich: </strong><a rel="nofollow" href="http://twitter.com/aus_der_ubahn">@aus_der_ubahn</a> Toll! Aber das wäre auch so eine gute Idee! Vielen Dank! Hat Spaß gemacht und weiterhin gute U-Bahnfahrt! Wir lesen uns.</p>
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<td valign="top"></td>
<td valign="top"><strong><br />
</strong><strong><a href="http://twitter.com/Aus_der_UBahn?iid=am-134278427213105443990512856&amp;nid=4+status_user&amp;uid=18666528&amp;utm_content=profile"></a></strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh"></a><a href="http://twitter.com/aus_der_ubahn" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-1707 alignleft" style="margin-bottom: 15px; border: 10px;" title="Aus_der_UBahn" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/logo-U-130x130.png" alt="" width="44" height="44" /></a><strong>Er: </strong><a href="http://twitter.com/flocke_hh">@flocke_hh</a> Danke, vielleicht treffen wir uns ja mal im Schlump oder in Klein-Borstel. War mir ein Vergnügen!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ist doch ein netter Kerl. Komisch nur, dass er sich so schwer tut mit seinem Realo. Ich war erst letztens mit dem Mittagessen.</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Twitter-Interview fand statt am 13. Juli 2011 um 9:00 Uhr)</em></p>
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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Timm Klotzek</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/07/auf-ein-telefonat-mit-timm-klotzek/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 16:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ist Snoopy auf meinem Socken aufgestickt, wie ich feststelle. Und nicht nur ich sehe das, während ich mit übereinander geschlagenen Beinen im HVV-Bus sitze. Denn eine Busmitreisende in meiner unmittelbaren Nähe schmunzelt. Ich sehe es an ihren Mundwinkeln. Gut, denke ich. Was sagen schon Socken über die Reife einer Person? Nicht, dass ich mich nicht vernünftig kleiden könnte. Meinem Alter angemessen... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/TIMM_SZ_JB_0124_artikelbild.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1668];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-1669" title="TIMM_SZ_JB_0124_artikelbild" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/TIMM_SZ_JB_0124_artikelbild-1024x724.jpg" alt="" width="614" height="434" /></a></p>
<p><strong>Timm Klotzek: „Vor zwanzig Jahren hatte noch niemand dieses Social Media Zeugs an der Hacke“</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Da ist Snoopy auf meinem Socken aufgestickt, wie ich feststelle. Und nicht nur ich sehe das, während ich mit übereinander geschlagenen Beinen im HVV-Bus sitze. Denn eine Busmitreisende in meiner unmittelbaren Nähe schmunzelt. Ich sehe es an ihren Mundwinkeln. Gut, denke ich. Was sagen schon Socken über die Reife einer Person?</p>
<p>Nicht, dass ich mich nicht vernünftig kleiden könnte. Meinem Alter angemessen. Ist nur ein Individualdetail. Eines, das den Schleinig ausmacht. So wie auch das Krümmelmonster-Shirt, die Simpsons, der regelmäßige Blick in den Lego-Laden in der Innenstadt&#8230;</p>
<p>Gelegentlich mache ich mir ernsthafte Gedanken um meine Reife. Klar, hat sich schon jeder irgendwann mal gemacht. Manche tun’s noch, sind aber kein Stück weiter. Und ist ja auch die alte Schachtel, in die die Pubertät gehört. Aber so ganz in die hinterste Ecke hat sie es bei mir nicht geschafft. Gelegentlich mache ich sie wieder auf. Dann baue ich Butzen, verweigere Englischvokabeln und werde am Ende immer pathetisch. Norm in meinem Alter sei, sich wie fast dreißig zu verhalten. Neulich entschied ich, dass ich das überhaupt nicht kann. Toll. Neues Defizit.</p>
<p>Und dann noch diese Karriere. Sie ist meine Entscheidungsgrundlage für die Kinder, deren Vater ich mal werden sollte. Deren Erziehung ich wohl nach meinem momentanen Reifegrad eher als Geisterfahrer befahren würde. Ich habe mich mal dabei ertappt, wie ich nach Ratgebern suchte. Gibt es die auch als Hörbuch? An der Volkshochschule? „Wie unterdrücke ich erfolgreich Wachstumsschmerzen“?</p>
<p>Also habe ich den Drang, jemanden zu sprechen, der davon eine Ahnung hat. Ahnung, nicht wissenschaftlicherseits, nein, der das Gehirn meiner Generation jahrelang seziert und einige Erkenntnisse im Taschenformat gewonnen hat, die monatlich aktualisiert werden, um dieser Generation das Gefühl des Verstandenwerdens zu vermitteln. <a title="Timm Klotzek übernimmt &quot;SZ-Magazin&quot;" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,736195,00.html" target="_blank">Timm Klotzek</a>, Ex-Chefredakteur von <a title="NEON" href="www.neon.de" target="_blank">Neon</a> und <a title="NIDO" href="www.nido.de" target="_blank">Nido</a>, jetzt bald Chefredakteur vom <a title="Süeddeutsche Zeitung Magazin" href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/" target="_blank">Süddeutsche Magazin</a>, ist so einer.</p>
<p>Mein Telefon wählt, tutet und tutet.</p>
<p><strong>Klotzek: </strong>Timm Klotzek.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Guten Tag Herr Klotzek. Ich falle gleich mit der Tür ins Haus: Tut erwachsen werden heute mehr weh als damals? Oder nehmen wir unsere Sorgen, unsere Anliegen gegenüber deren unserer Eltern wichtiger?</p>
<p><strong>Klotzek: </strong>Also ich glaube grundsätzlich, dass man wenig, eigentlich keinen direkten Vergleich hat in die Gefühlswelt anderer Generationen im selben durchlebten Zeitraum. Wir können uns heute nicht vorstellen, wie sich die jungen Erwachsenen 1955 gefühlt haben. Wir haben auch, glaube ich, kein Gefühl, wie sich die jungen Erwachsenen Mitteder 60er und Mitte der 80er und selbst schon Mitte der 90er, wo es Techno gab und das Internet aufkam, gefühlt haben mögen. Ich würde sagen, es ist aus heutiger Sicht ziemlich schwierig, sich selber mit Leuten zu vergleichen, die damals im selben Alter waren. Das führt natürlich dazu, dass jede Generation glaubt, ihre Sorgen und Nöte seien einzigartig und noch nie dagewesen – krasser, härter als alles, was jemals zuvor da war. Das kann man keiner Generation auch so richtig ausreden. Also ich glaube, es nutzt gar nichts, jemandem, der heute gut ausgebildet ist und einen Job sucht, diesen aber nicht findet, zu erklären, Mitte der 80er war es genauso. Und da hattest Du noch nicht mal das Internet, in das Du Deine Jobanfrage hättest breit streuen können. Stattdessen saßen da so ein paar arme Teufel und haben die Briefmarken abgeleckt, dann vierzehn große Umschläge zur Post gebracht und nie wieder etwas gehört von denen. Man ist dann irgendwie&#8230;</p>
<p><em>(kurze Pause) </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Ich </strong><em>lausche gespannt und führe instinktiv fort</em>: Im eigenen Mikrokosmos verhaftet&#8230;</p>
<p><strong>Klotzek: </strong>Genau. Man ist in seinem eigenen Mikrokosmos verhaftet, und ich glaube, das hilft schon etwas, das zu bedenken. Und Zeiten ändern sich. Ich habe mich mal mit meinem Vater unterhalten. Der hatte in den 60ern BWL studiert. Er meinte, sie seien zum Teil mit einer totalen Sicherheit zur Uni gegangen. Sie dachten, wenn sie keinen zu großen Quatsch machen, sie können sich am Ende des Studiums unter drei Arbeitgebern einen aussuchen, sie würden umworben werden. Ich dagegen bin Anfang der 90er Jahre in einer völlig überfüllten Erstsemestervorstellungsrunde von einem zynischen Professor begrüßt worden mit den Worten „Herzlich willkommen im Arbeitslosenzwischenlager“. Also ich glaube, die Hoffnungen und Träume verschieben sich generationsabhängig. Und eigentlich ist es ja relativ beruhigend, wenn es immer um die selben paar Sachen geht, wenn man sich fragt: Was wird denn aus mir? Ist der momentane Partner, der richtige? Ist der Job, den ich mache, der, den ich lange ausüben will? Verpasse ich gerade etwas? Müsste ich nicht noch einmal etwas ganz anderes machen? Ins Ausland gehen, eine lange Reise unternehmen? Und dann kommen noch die Alltagssorgen hinzu. Die verschieben sich natürlich auch, weil die Welt sich verändert hat. So hatte zum Beispiel vor zwanzig Jahren niemand das Social Media Zeugs an der Hacke&#8230;</p>
<p><strong>Ich: </strong>&#8230;mit seinen Vor- und Nachteilen. Beim Wort ‚Eltern’ habe ich das Bild meiner Eltern vor Augen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, selbst einmal zu einem Elternteil befördert zu werden. Lief meine Erziehung schief? Streube ich mich, älter zu werden? Oder muss ich Nido lesen?</p>
<p><strong>Klotzek: </strong>Haben Sie Kinder?</p>
<p><strong>Ich: </strong>Nein.</p>
<p><strong>Klotzek: </strong>Also Nido ist für Leute interessant, die Kinder haben. Weil Kinder ja schon per se das Leben auf den Kopf stellen. Das meine ich jetzt weder drohend, noch pathetisch, noch missionarisch. Es ist einfach so, dass alles anders wird, wenn Kinder kommen. Es ist sozusagen ein neuer Lebensabschnitt, ein neues Lebensgefühl. Interessant für Leute, die in diesem Lebensabschnitt stecken, die Kleinkinder haben oder gar daran denken, Eltern zu werden, die mal einen Blick über den Zaun werfen wollen: Wie ist das denn eigentlich, wenn wir mal Kinder haben? Kann man dann noch eine Reise nach Galizien machen mit dem VW-Bus oder ist man dann gefangen in so einem Familienhotel mit dem Schokobrunnen und lauter Gleichgesinnten?</p>
<p><strong>Ich</strong>: Ich gestehe, das klingt schaurig. Aber eher etwas Schönes: Der aktuelle Soundtrack für einen <em>Timm Klotzek</em>?</p>
<p><strong>Kloetzek </strong><em>überlegt lange</em>: Ich höre gerade <a title="João Gilberto zum 80.: Mit der Leichtigkeit des Kolibris " href="http://www.zeit.de/kultur/musik/2011-06/gilberto" target="_blank">João Gilberto</a>, Vater des Bossa Nova, eher aus einem traurigen Anlass, weil der tolle Reporter <a title="Marc Fischer: João, wo bist du? " href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-04/marc-fischer-hobalala" target="_blank">Marc Fischer</a>, der auch für Neon gearbeitet hat, darüber ein Buch geschrieben und sich kurz danach das Leben genommen hat. Und das ist so im Moment mein Soundrack. Natürlich weil ich die Musik sehr gut finde, aber auch weil ich dann an Marc Fischer denke, wenn ich sie höre.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Musik wird wohl nie alt und hilft noch, sich zu erinnern. Gut so. Vielen Dank, Herr Klotzek.</p>
<p>Das Telefon ist noch nicht ganz in die Hosentasche geglitten, da lasse ich das Altern sein. Es hat keinen Zweck, sich dafür zu interessieren. Es passiert irgendwann. Oft fängt es im Kopf an. Oft sehen wir es auch an unseren körperlichen Veränderungen. Da gab es dieses graue Haar neulich.</p>
<p>Als ich das Altern über meine Schulter werfe, schaue ich mir Marc Fischer genauer an. Recherchiere und lese seine Texte. Und stelle fest: Erwachsen ist man, wenn man die Komplexität von Sehnsucht, Leben und vielleicht auch etwas die Suche danach verstanden hat.</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 20. Juni 2011 um 15:30 Uhr)</em><a rel="shadowbox[sbpost-1617];player=img;" href="../wp-content/uploads/2011/06/nasher_artikelbild.jpg"><br />
</a></p>
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		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Prof. Dr. Jack Nasher</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/06/auf-ein-telefonat-mit-prof-dr-jack-nasher/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 16:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Auf ein Telefonat mit]]></category>
		<category><![CDATA[Entlarven]]></category>
		<category><![CDATA[Enttarnen]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Schleinig]]></category>
		<category><![CDATA[Jack Nacher]]></category>
		<category><![CDATA[Küchenpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Jack Nasher]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine nicht geringe Zahl an Weisheiten entsprang einmal der Küchenpsychologie. Eine jedoch bringt mich zum Nachdenken, immer dann, wenn ich mich an Orten großen Menschenandrangs befinde: „Könnte man all die täglich verbreiteten Lügen in Energie umwandeln – wir bräuchten keine anderen Energiequellen mehr.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/nasher_artikelbild.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1617];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1618" title="JACK NASHER" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/nasher_artikelbild.jpg" alt="" width="596" height="434" /></a></p>
<p><strong>Prof. Dr. Jack Nasher: „Ich habe noch nie in meinem Leben gelogen.“</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Eine nicht geringe Zahl Weisheiten entsprang einmal der Küchenpsychologie. Eine jedoch bringt mich zum Nachdenken, immer dann, wenn ich mich an Orten großen Menschenandrangs befinde: „Könnte man all die täglich verbreiteten Lügen in Energie umwandeln – wir bräuchten keine anderen Energiequellen mehr.“</p>
<p>So war es am letzten Mittwoch. Volle U-Bahn, viel unfreiwillige Beteiligung an Mitfahrendengesprächen. „“Und ich hab dem Depp vertraut&#8230;“,  „Alter, ich schwör Dir, die Schraube lügt doch&#8230;“, „Mann, ich will doch nichts von dem, der ist mir total egal&#8230;“, „Sie kriegen bei 2,4 Prozent mehr Rendite aus dem Topf als bei einer gewöhnlichen Bank, da geb ich Ihnen Brief und Siegel (er so am Telefon)“&#8230;</p>
<p>Sollte Klaus Merten („<a title="Die Lüge als Kommunikationsinstrument" href="http://www.nzz.ch/2006/03/10/em/articleDME8S.html" target="_blank">Lügen erhalten die Kommunikation</a>“) Recht behalten? Sind wir klug, intelligent und überlegen oder einfach nur dumm, wenn wir lügen? Gehört es heute zum guten Ton? Lügen oder belügen lassen?</p>
<p>Halb aus der U-Bahn, halb auf der Straße, griff ich mein Telefon. Ich brauchte Hilfe. Hilfe bei der Klärung für ein besseres Verständnis. Und dabei konnte mir nur <a title="Website Prof. Dr. Jack Nasher" href="http://www.jacknasher.com/de/home.html" target="_blank">Professor Dr. Jack Nasher</a> helfen, seines Zeichens Buchautor, Wirtschaftspsychologe und Professor an der Munich Business School.</p>
<p>Das Telefon wählt, tutet und tutet.</p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> Nasher&#8230;<strong> </strong></p>
<p><strong>Ich: </strong>Hallo Herr Professor, ich habe heute Morgen meinen Bäcker angelogen: Ich habe behauptet, ich hätte kein Kleingeld, sondern nur einen 50 Euro-Schein. Und ich muss gestehen, ich habe ein schlechtes Gewissen. Ist das normal?<strong> </strong></p>
<p><strong>Dr. Nasher </strong>zögert<strong>:</strong> Ja, eigentlich ist das nomal. Schuld ist zunächst ein typisches Gefühl. Zusammen mit Angst sind beides übliche Emotionen, die man fühlt, wenn man jemanden belügt. Schuld fühlt man aber eigentlich noch mehr in persönlicheren Beziehungen. Da ist es im Prinzip normal, aber bei einem Bäcker, den man kaum kennt&#8230; na ja, das spricht für Sie.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Danke!&#8230; Sie schrieben mal mit Jean Pauls Worten “Je mehr Schwäche, je mehr Lüge. Die Kraft geht gerade.” Danach seien Lügen kein Indiz für Stärke, Führung und Intellekt. Müsste man Jean nicht vom Gegenteil überzeugen (wenn er denn noch lebte)?<strong> </strong></p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> Nein, eigentlich nicht. Sagen wir mal so: Viele angebliche Notlügen werden aus Feigheit ausgesprochen. Man schickt sich an, zu sagen: ‚Gut, es war eine Notlüge’. Dabei ist man gar nicht in Not. Das macht man nur, um sich das Leben zu erleichtern, weil man nicht anecken will, weil man irgendwie einen guten Eindruck machen will. Aber man darf nicht vergessen, dass es sehr selten nötig ist. Insofern kann man schon sagen, dass Schwäche mit Lügen korreliert. Jeder kennt Leute, die sich irgendwie nur durch ihr Leben mogeln und bei geringstem Nachteil die Lüge wählen. Ich denke, dass es da eindeutig mit Schwäche zu tun hat. Sicherlich lügt jeder mal, doch je häufiger jemand zu diese Mittel greift, desto schwächer ist er eigentlich, weil er die Konsequenzen nicht akzeptiert, die die Wahrheit mit sich bringt.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Blenden, schwindeln und täuschen soll(te) mittlerweile jeder können. Wir kennen ja keinen Tag mehr ohne – Werbung, Nachbarn, Busfahrer. Hat es so krass zugenommen? Oder belügt uns unsere Wahrnehmung?</p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> Erst einmal: Heute ist das Lügen leichter denn je. Wir haben heute Privatsphäre, die gab es früher nicht. Und die führt natürlich dazu, dass man besser lügen kann. Je mehr Privatsphäre, desto schwieriger die Wahrheit zu überprüfen. Und die Konsequenzen sind auch nicht mehr ganz so gravierend, zumindest im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahrhunderten. Früher wurde man aus dem ‚Stamm’ ausgeschlossen oder gleich totgeschlagen. Paradoxerweise wird dagegen heute gerade in der Politik immer weniger gelogen als früher&#8230;</p>
<p><strong>Verblüffung. Ich: </strong>Äh&#8230;<strong> </strong></p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> &#8230;ja, Politiker können heute kaum noch lügen, weil sie sofort entlarvt werden. Es werden gleich ganze Webseiten gegründet, Beweise auf Youtube veröffentlicht oder andere Kanäle bespielt. Bestes Beispiel Herr zu Guttenberg. Er geriet ins Gespräch, es gab den <a title="GuttenPlag - kollaborative Plagiatsdokumentation" href="http://guttenplag.de/" target="_blank">Guttenplag</a> mit Tausend Kommentaren und sein jehes Ende&#8230; Also diese Transparenz macht es mittlerweile immer schwieriger. An anderen Stellen wird anders mit solchen Verfehlungen umgegangen. Die Doktorarbeit von Helmut Kohl zum Beispiel ist verschwunden&#8230;</p>
<p><strong>Ich: </strong>Aber die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ist doch eigentlich genau die: Jeder Politiker lügt und hält keines seiner Versprechen&#8230;</p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> So etwas habe ich Andrea Ypsilanti bei einer Talkshow mal gesagt, als man ihr vorgeworfen hatte zu lügen. Da hat sie gesagt, sie hätte nicht gelogen, sie hätte ein Versprechen nur nicht gehalten. Hier muss man unterscheiden: Weiß man es vorher oder nicht. Wenn uns ein Politiker zum Beispiel durchgehend höhere Löhne verspricht, dann kann er sich denken, dass das nicht zu halten ist. Wenn man also fahrlässig mit der Wahrheit umgeht, liegt eine Lüge vor. Ohne Wortklauberei zu betreiben: Es existiert schon eine gewisse Trennschärfe zwischen ‚Versprechen nicht einhalten’ und ‚in Lügen reden’.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Angeblich sind Lügner intelligent. Wer besser lügen kann, setzt sich durch. Schon mal an das Schulfach „Lügen und Überleben“ gedacht?<strong> </strong></p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> Lügen würde ich jetzt nicht sagen. Ich meine, gut lügen lernen, ist ja auch nicht verkehrt. Aber ich denke, mit „Lügen entlarven“ als Fach fängt man das ganze noch viel besser an. Denn wenn man es gut lernt, dann zahlt man weniger, dann holen wir in Verhandlungen – ob es um den Job geht oder um etwas anderes – immer das Optimale heraus. In den Business School hier in München unterrichte ich das meinen Studenten. Enlarven ist wirklich goldwert. Das ist viel wichtiger als gut zu lügen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Haben Sie als Kind mal gelogen? Wie empfanden Sie, was sie heute wissenschaftlich beleuchten? Schlechtes Gewissen?</p>
<p><strong>Dr. Nasher:</strong> Ich habe noch nie in meinem Leben gelogen.</p>
<p><em>Stille in München und Hamburg.</em></p>
<p><strong>Dr. Nasher </strong>lacht: Dass gelogen wird und auch schon immer wurde, das überraschte mich wenig. Mir ging es nur um eins: Wie kann ich erkennen, ob jemand überhaupt die Wahrheit sagt. Es gibt auch noch so viele interessante Fragen über das Lügen. Warum tun wir es überhaupt? Aber professionell beschäftige ich mich nur mit dem Entlarven. Das finde ich eigentlich das Spannendste. Und vor allem will es auch jeder wissen: Wie kann ich herausfinden, dass man mich anlügt? Jeder will an die Wahrheit kommen. Nur dafür weiß man zu wenig. Eigentlich müsste das jeder lernen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Ich werde dann nochmal <a title="&quot;Durchschaut&quot; von Jack Nasher" href="http://www.jacknasher.com/" target="_blank">Ihr Buch</a> studieren und mir noch mehr die Serie <a title="Serie &quot;Lie to me&quot;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lie_to_Me" target="_blank">„Lie to me“ </a>ansehen. Aber erst einmal wünsche ich Ihnen einen schönen Tag. Ehrlich! Vielen Dank für das Gespräch.<strong> </strong></p>
<p>Vielleicht stimmt es ja doch, was Klaus Merten behauptete. Wer lügt, bleibt im Spiel. Im Kommunikationsspiel. Oder aber: Wenn Schwäche lügt, bleibt sie so lange am Ball, bis ihre Taten sie disqualifizieren. Man weiß es nicht. Ich jedenfalls werde kundtun, dass ich doch irgendwie alles glaube, was man mir sagt. Oder nicht?</p>
<p><em>(Eine Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 16. Juni 2011 um 16 Uhr)</em><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/nasher_artikelbild.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1617];player=img;"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auf ein Telefonat mit&#8230; Florian Meimberg</title>
		<link>http://www.stoffwechsel-blog.de/2011/06/auf-ein-telefonat-mit-florian-meimberg/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 12:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
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		<category><![CDATA[140 Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Auf ein Telefonat mit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze im Zug nach Hamburg. Der ICE bringt mich (noch, es ist Ende Mai) zuverlässig von Frankfurt in den kühleren Norden. Wir fliegen mit
gefühlter Lichtgeschwindigkeit eine halbe Ewigkeit durch Tunnel.
Mir ist langweilig, also suche ich nach Anhaltspunkten, nach etwas lustiger Beschäftigung... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/florianmeimberg_02.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1406];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-1460" title="florianmeimberg_02" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/florianmeimberg_02-1024x669.jpg" alt="" width="645" height="421" /></a></p>
<p><strong>Florian Meimberg: &#8220;In wahnhaften Gehirnen, in schizophrenen Geistern.&#8221;<br />
</strong></p>
<p>Ich sitze im Zug nach Hamburg. Der ICE bringt mich (noch, es ist Ende Mai) zuverlässig von Frankfurt in den kühleren Norden. Wir fliegen mit<br />
gefühlter Lichtgeschwindigkeit eine halbe Ewigkeit durch Tunnel.<br />
Mir ist langweilig, also suche ich nach Anhaltspunkten, nach etwas lustiger Beschäftigung. Bäume zählen? Nicht lustig genug. ABC-Analyse des Mitreisendenschuhwerks? Mich interessieren nur eigene Schuhbilder auf <a title="#wirsounterwegs" href="http://wirsounterwegs.tumblr.com/page/2" target="_blank">#wirsounterwegs</a> – alle anderen sind mir egal.</p>
<p>Mein Blick fällt auf die herumliegenden Tageszeitungen; sie heißen BILD, WELT; Süddeutsche, Frankfurter Allge&#8230; Das übliche Gedruckte halt. Während wir immer schneller werden, starren mich Bakterien an, lacht mich das Sex-Angebot der Hamburg-Mannheimer aus, ringt die Regierung mit ihrer geistigen Kernschmelze.</p>
<p>Übermäßige Themenflut. Schlecht zu verarbeiten. Ich schließe mal eben die Augen.</p>
<p>Wäre ich der Held einer Twittergeschichte – wo würde mich das aktuelle Zeitgeschehen in die <a title="TinyTales" href="http://twitter.com/#!/tiny_tales" target="_blank">TinyTales</a> einreihen? Wie würde der vielbeschworene letzte Satz lauten, bevor ich Bakterien auf die Menschheit loslasse, ich das Schicksal einer Versicherung in ausweglose Bahnen lenke, ich ein Unglück des letzten kurz vor der Abschaltung stehenden Reaktors verantworte?</p>
<p>Da die Antwort wohl außerhalb meiner Vorstellungskraft liegt <em>(ich bin ja nicht ihr kreativer Schöpfer)</em>, greife ich zum Telefon und wähle die Nummer von <a title="Florian Meimberg" href="http://www.florian-meimberg.com/" target="_blank">Florian Meimberg</a>, seines Zeichens Vater und Grimme-Preisträger der TinyTales und begnadeter Regisseur von allerhand Werbung im Fernsehen.</p>
<p>Das Telefon wählt, tutet und tutet.</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Guten Tag!</p>
<p><strong>Ich:</strong> Florian, guten Tag! Gut, dass ich Dich erreiche! Hast Du die Zeitung heute schon gelesen? Meinst Du, die Welt ist gerade besser dran als in Deiner letzten Geschichte?</p>
<p><strong>Meimberg </strong>wirkt überrascht: Heute noch nicht. Aber ich schiele mal hin und wieder auf Nachrichten. Jedenfalls hab ich in meiner letzten Geschichte erzählt, dass Graham Bell’s Frau ihn, den Erfinder des Telefons, für die Idee auslacht und dieser daraufhin etwas grimmig die Skizze zerreißt&#8230; Sähe die Welt besser aus? Ich weiß es nicht. Wie würde eine Welt ohne Telefon aussehen? Vielleicht viel besser als sie es heute tut. Vielleicht viel schlechter&#8230;</p>
<p><strong>Ich</strong> werfe ein: Dann säße ich wohl nicht in diesem Zug und telefonierte mit Dir&#8230;</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Das stimmt. Vielleicht gibt es aber auch ein Paralleluniversum, wo wir beide vielleicht gerade genau da sitzen, wo wir jetzt sitzen, nur nicht telefonieren. Weil es nichts gibt. Vielleicht würdest Du mich – weiß ich nicht – per Twitter anmorsen. Man weiß es nicht.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Wir hätten weniger Sorgen. Ist Dir einer Deiner Protagonisten – wahrscheinlich weniger Bell selbst, aber jemand anderes – schon im wahren Leben begegnet? Überhaupt schon einmal?</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Wahrscheinlich sogar öfter als ich das weiß. Viele von meinen Geschichten spielen ja in tausenden Köpfen. Also in wahnhaften Gehirnen, in schizophrenen Geistern. Ganz viel setze ich ja auch in den Kopf eines Protagonisten ein und lasse es somit auch im Kopf des Lesers abspielen. Insofern – wer weiß – wenn man sich draußen so umschaut, wer weiß, was hinter den so harmlos aussehenden Gesichtern alles passiert.<em> (man merkt: er schüttelt sich)</em> Manchmal will man das wahrscheinlich gar nicht wissen wollen. Andererseits lasse ich mich genau von diesen Menschen inspirieren. Insofern: Ja! Denn ganz viele meiner Ideen – und das ist ja bei vielen Kreativen so – kommen aus einem Umfeld, das deins oder mein eigenes sein könnte. Erst neulich saß ich zwei Stunden in einem Münchner Biergarten, habe mir eine Maß bestellt und Leute beobachtet und mir dabei Ideen für TinyTales aufgeschrieben. Das ist nach wie vor das Inspirierenste für mich, das es gibt. Die Welt der anderen, sozusagen.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Warst Du denn dann schon einmal in einer dieser Welten verloren? So richtig ausweglos, in der Welt der anderen?</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Ja, das passiert durchaus. Denn auch wenn ich sage, ich inspiriere mich durch meine Umwelt und mein Umfeld, dann reifen genauso gut Ideen, die aus meinem Leben und meiner Familie stammen, vielleicht auch aus traurigen Themen. Demnach gibt es TinyTales, die auch tragisch sind oder sehr, sehr traurig sind, die aus persönlichen Erfahrungen kommen, die ich dann nicht zu nah an mich heranlasse. <em>(die Stimme wird leiser, sanfter)</em> Nur &#8211; es sind immer noch Geschichten, nur Fiction. Auch wenn der Inspirationsfunke von einem sehr persönlichen Eindruck her rührt.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Wie viel Sehnsucht baust Du denn dann auf, bevor Du Dich in die nächste Welt versetzt?</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Vor über zwei Jahren hab ich die <a title="TinyTales" href="http://twitter.com/#!/tiny_tales" target="_blank">TinyTales</a> rausgeballert. Da hab ich einfach geschrieben, geschrieben, geschrieben&#8230; weil mich die Idee selber so angefeuert hat und ich merkte: DAS IST GEIL!<em> (man merkt: seine Stimme geht steil)</em> Habe gemerkt, irgendwie hat das was. Die Followerzahlen sind dann natürlich schnell gestiegen. Das hat mich noch mehr angefeuert. Mittlerweile&#8230; warte, das muss ich gerade noch erklären: Die TinyTales kommen ja im Oktober als <a title="TinyTales als Buch" href="http://www.amazon.de/Auf-die-L%E4nge-kommt-Geschichten/dp/3596192374/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1305876028&amp;sr=8-1" target="_blank">Buch beim Fischer-Verlag</a> raus&#8230; Mittlerweile habe ich gerade im Zuge der Buchvorbereitungen die Veröffentlichungen etwas zurückgefahren, auf kleine Flamme sozusagen. Nichts desto trotz, respektive Deiner Frage – ich arbeite stetig und immer wieder in meinem kleinen „Steinbruch“, einem Word-Dokument &#8211; wie ein Kollege im Verlag es nennt &#8211; wo alle meine Ideen als Stichpunkte oder als halbfertige TinyTales oder als 141-Buchstaben-TinyTales, also alle, die noch nicht veröffentlich wurden, gesammelt sind. Und wie in einem Steinbruch klöppel ich da die ganze Zeit an neuen Geschichten herum und ändere, was nicht dazugehört. Und das ist so mein Master-Dokument, aus dem ich schöpfe und neue Geschichten über Twitter an meine Follower schicke.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Und während Du da klöppelst&#8230; Angenommen, Du hast die Macht, mit Deinen TinyTales die Welt zu verändern. Was würdest Du tun?</p>
<p><strong>Meimberg</strong> lacht: Das darf ich noch nicht verraten. Ich brauche noch ungefähr ein paar Tausend Follower, dann wird mein Plan greifen. Das werdet Ihr alle schon merken. Aber ja, je mehr Follower man hat, desto verlockender wird so ein Gedanke natürlich.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Als ich meine erste TinyTale gleich zehn Mal hintereinander verschlang <em>(wohl aus Gründe der intellektuellen Unreife)</em>, rockte The Beta Band mit Dry The Rain meinen Gehörgang. Ich will Dir mal meinen eigenen Soundtrack basteln. Vorstellung, wer unbedingt darauf vertreten sein müsste?</p>
<p><strong>Meimberg:</strong> Wow, spannende Frage. Auch ganz schwer zu beantworten. Ich versuche so vielfältig wie möglich zu sein in den TinyTales, was die Genre angeht und die Figuren und so. <em>(man merkt: er zögert) </em>Wenn ich zum Beispiel schreibe&#8230; – lustigerweise – schreiben kann ich sehr gut, wenn ich lauten Punk Rock höre. Also NOFX oder Bad Religion. Wenn ich ganz konzentriert an einer Geschichte arbeite. Leute, denen ich davon erzähle, sagen immer „Bist Du bescheuert!“ und halten mich für wahnsinnig. Die Geschichten jedoch selbst tendieren mehr zur Vielseitigkeit. Ich glaube, es müsste Punk Rock genauso darin vorkommen wie Klassik mit epischen Streichern. Oder auch dreckiger HipHop. Ich glaube, dass der Soundtrack zu den TinyTales ein sehr, sehr vielschichtiger sein müsste, der auch mal die musikalischen Kräfte aufeinanderprallen lässt. Wo beide Seiten sich sagen: „Was willst Du denn hier?“ Das würde spannend zu hören sein.</p>
<p><strong>Ich: </strong>Das wird es sein. Florian, vielen Dank für das Telefonat! Wünsche Dir noch eine erfolgreiche Mußestunde.</p>
<p>Nicht lange nach dem Telefonat greife ich zu Zettel und Stift und „klöppel“ am ersten <a title="TinyTales" href="http://twitter.com/#!/tiny_tales" target="_blank">TinyTales</a>-Soundtrack&#8230;</p>
<ol>
<li>Grinderman – Man in the      Moon</li>
<li>&#8230;And You Will Know Us By      the Trail Of Dead – Summer Of All Dead Souls</li>
<li>Arctic Monkey – If you were      there, beware</li>
<li>Korn – Blind</li>
<li>Frédéric Chopin –      Fantasie-Impromptu Cis-Moll Op. 66</li>
<li>Smashing Pumpkins &#8211; The      Everlasting Gaze</li>
<li>The Cure – The Hungry Ghost</li>
<li>A Perfect Circle – Judith</li>
<li>Rocko Schamoni – Der Mond</li>
<li>Tool – Stinkfist</li>
<li>Wolfmother – Mind’s Eye</li>
<li>Rage Against The Machine –      Bullet in your Head</li>
<li>Uncle Ho – Show Them What      You Are Made Of</li>
<li>Nick Cave – Little      Creatures</li>
<li>Tom Waits – Take it with me</li>
</ol>
<p>Währenddessen hat sich die Lichtgeschwindigkeit zur Kaffeefahrt verringert. Die Schaffnerpiepsstimme schnarrte etwas von „Knderrn `f d´ Trazze“. Unter uns spazieren die Rapsfelder vorbei, unterbrochen vom Gedanken, vielleicht nachher noch dem Helden der nächsten TinyTale zu begegnen. Wie schizophren kann das wohl werden?</p>
<p><em>(Anmerkung: Das Telefonat fand statt am 31. Mai 2011 um 15:00 Uhr)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Neues stoffwechseln.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 22:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flocke_hh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch gut: Wir machen was mit Büchern; aus dem Internet heraus sollten sie entstehen. Die Gleichung brachte uns dahin, Autoren und Illustratoren zusammenzuführen. Wir nannten das Ganze stoffwechsel &#124; Macht was draus! und waren auf dem Weg, eine Literatur-Idee auf die Menschheit loszulassen, wie sie (angeblich) noch nicht existiert hatte. Die Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch gut: Wir machen was mit Büchern; aus dem Internet heraus sollten sie entstehen. Die Gleichung brachte uns dahin, Autoren und Illustratoren zusammenzuführen. Wir nannten das Ganze <em>stoffwechsel | Macht was draus!</em> und waren auf dem Weg, eine Literatur-Idee auf die Menschheit loszulassen, wie sie (angeblich) noch nicht existiert hatte.<span id="more-1465"></span></p>
<p>Die Zeit der Entwicklung war für mich eine sehr lehrreiche. Zum ersten Mal trat das Internet als eine &#8216;Produktionsstufe&#8217; in mein Leben und ich erfuhr so halb und quasi irgendwie etwas über Social Media. Hinzu kamen noch viele Lehrstunden in Sachen Zwischenmenschlichkeit. Dass es dann ein Ende gab, ohne jegliches Wirken von <em>stoffwechsel | Macht was draus!</em> da draußen, hat zweifellos einen Riss hinterlassen. Jedoch nicht die gewonnenen Erfahrungen verunstaltet. Danke dafür an meinen damaligen Partner und besten Freund René Hübner (und das meine ich sehr ernst). Das war irgendwann zwischen 2006 und 2010.</p>
<p>Heute, in 2011: Ich bin von Frankfurt zurück nach Hamburg gezogen und habe mich beruflich weiterentwickelt. Hier/dort bei <a title="achtung! GmbH" href="http://www.achtung.de" target="_blank">achtung!</a> kann ich von Glück sagen: Ich habe bemerkenswerte Kollegen kennengelernt. Unter anderem den Head Of Digital Strategy (so?) <a title="Blog von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach" href="http://www.haltungsturnen.de/" target="_blank">Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a>, einen, meines Erachtens, sehr lehrreichen Social-Media-Profi. Er pflanzte mir vor kurzem den Gedanken für einen neu ausgerichteten stoffwechsel-Blog ein. Denn seine Philosophie: Man kann niemand in etwas beraten, worin man selbst keine praktischen Erfahrungen vorweisen kann (sowas von wahr!). Et voilà, le blog!</p>
<p>Bestärkt durch meine großartige Freundin <a title="Lavinia Dölle auf Xing" href="https://www.xing.com/profile/Lavinia_Doelle" target="_blank">Lavinia Dölle</a>, durch meine reizende Teamleiterin <a title="Désirée Hochkirchen auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/desree" target="_blank">Désirée Hochkirchen</a> und die personifizierte Social-Media-Bibel <a title="Blog von Markus Bertling" href="http://bertdesign.de/" target="_blank">Markus Bertling</a> (Danke für Eure Mühe und Geduld mit mir!) mache ich nun ernst und telefoniere durch die Weltgeschichte, um interessante Leute bei einem Telefonat zu &#8220;treffen&#8221;. Nur so viel: Es gelingt mir.</p>
<p>In diesem Sinne&#8230; Auf ein paar interessante (und etwas andere) Einblicke. Ich bin gespannt.</p>
<p><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/logo_2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1465];player=img;"></a><a href="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/logo_2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1465];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1459" title="logo_2" src="http://www.stoffwechsel-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/logo_2-412x349.jpg" alt="" width="412" height="349" /></a></p>
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