Du bist stoffwechsel!
20. November 2009 von FlorianMit Worten von PeterLicht rufen wir auf: Liebe Bewusstseinsschaffende, Bilderschaffende, Medienschaffende und Literaturschaffende – Ihr seid stoffwechsel!
Du schaffst Literatur? Herzlichen Glückwunsch! Du bist hier richtig. Denn: Schreibende braucht die Welt, um sich zu begreifen und sich selbst zu reflektieren. Der Begriff Autor ist lateinisch, bedeutet “Urheber” und schließt “Schreiber” beiderlei Geschlechts ein. Autoren müssen mit ihrem Werkzeug, der Sprache, gut umgehen können. Sie haben unterschiedliche Arbeitsweisen. Manche schreiben regelmäßig und nur jeweils für kurze Zeit, andere schreiben ganze Romane beinahe in einem Stück fertig. Manche verfassen eher Kurzgeschichten, andere Lyrik oder Balladen.
Du schaffst Bilder? Herzlichen Glückwunsch! Dann bist Du hier auch richtig. Denn: Viele Bücher enthalten nicht nur ausschließlich Text, sondern auch Bilder. Ihr begleitet den Text zwecks Veranschaulichung oder Verdeutlichung mit Bildern und seid damit für die Ausschmückung des Buches zuständig. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schriftsteller/in und Künstler/in ist wichtig, damit Bilder und Text in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, zusammenpassen und sich gegenseitig interpretieren, um das Leseerlebnis zu intensivieren.
Du schaffst Layouts? Herzlichen Glückwunsch! Auch Du bist hier richtig. Denn: Wären wir im Film-Business, wärst Du unser Cutter; Deine Symbiose aus Wort und Bild schafft am Ende das, was stoffwechsel ausmacht. Dir vertauen wir an, das einmal die ästhetische Gedankenreise werden soll. Die Leseerlebnisse begründen sich durch Dein sensibles Auge für die Ausgeglichenheit zwischen Wort und Bild. Layouter benutzen ihre (Grafik-)Programme wie der Chirurg seine Instrumente. Am Ende können wir nur noch staunen und immer wieder auf stoffwechsel zurückkehren, um uns nicht mehr satt zu sehen.
Leidenschaft, Sorge und Verzweiflung, Freundschaft, Eifersucht, Erotik, immer wieder Sehnsucht und Hoffnung in Text und Bild: Das ist der Rahmen für literarische Erlebnisse.
Ihr, Autoren, Kreative und Grafik-Designer, habt unvergleichliche Worte, Bilder und Symbiosen für die Vielgestaltigkeit der Liebe und das Leben gefunden. Atemlos folgen Eure Leser Geschichten von Hoffnung, Sehnsüchten, Lebenslügen, Einsamkeit und den Fallen des Lebens.
Eins sei noch geschrieben: stoffwechsel und seine Beteiligten sind Teil des Ganzen. Nur schreiben und rezensieren liegt fern. Hier findet Bewegung statt – der Austausch von Stoff.
Macht was draus!
René, Florian






Okay… und weiter? Wo ist der Mehrgewinn? Was unterscheidet diese Seite von einem gewöhnlichen Blog, wo ist das Interaktive?
Bitte versteht mich nicht falsch: die Seite ist schön minimalistisch gestaltet, die Idee gut.
Aber so ein Austausch findet längst auf deviant-art und ähnlichen Kunstportalen statt. Sicher, die Idee zu fokussieren auf so einem Portal, ist naheliegend - aber dieser Cross-Media-Austausch ist doch mindestens so alt wie das jüngere WWW (sagen wir 1997; der Begriff “Web 2.0″ ist eh Schwachsinn).
Überhaupt finde ich den Begriff “Literatur 2.0″ etwas hochgestochen (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt des Projekts, 14.12.09). Blogger wie Konzerne tun ihren Teil dazu bei, irgendwelches Bla mit dem Suffix “2.0″ zu versehen, bis es die Verbraucher und “user” nicht mehr ertragen können. Bei euch ist es vielleicht irgendwann einmal angemessen - jetzt aber noch nicht.
Ich hab das mit der aktuellen Seite als PR gesehen, richtig? Einen Textauzug und diesen in 7 Seiten Design zu posten ist etwas dünn, finde ich. Außerdem: wenn ihr Mitte 2010 starten wollt mit dem eigentlichen Portal, gebt ihr damit vorzeitig einer mögl. Konkurrenz eine ganz gute Idee preis (ich bin aber nicht interessiert
- wobei sämtliche Nicht-Prosa hier auch auf eine Liste mit 5 Stichwörtern gekürzt werden könnte.
Ehrlich mal: die Leser haben heutzutage so wenig Zeit; es täte dem ganzen helfen. Und die gephotoshoppten S/W-Fotos sehen so unsympathisch nach Design anno 2001 aus. Just my two cents.
Und wo sind die drei Jahre Arbeit geblieben? Verzeiht bitte, vielleicht ruhen schon längst propere PHP-Templates auf eurem Server, und das Portal schon fast im Beta-Stadium - die drei Jahre Arbeit kann man bisher nur erahnen.
Wie dem auch sei: viel Glück! Ich schau mal wieder rein und stehe einem produktiven Austausch gern gegenüber!
-Marc
Lieber Marc,
vielen Dank für Dein Feedback!
Es mag vielleicht sein, dass der crossmediale Austausch, wie Du es nennst, schon seit Jahren existiert. Ich schließe mich dem sogar an und lege noch einen drauf: Den ersten Schritt dazu machte die Bibel. Nichts destro trotz muss es jedoch an manche vorbeigegangen sein. Denn wenn es diese Portale wirklich gibt, sind sie nicht an so vielen Besuchern interessiert.
Du hast Recht, was den Begriff Literatur 2.0 betrifft. Der ganze Hype ist vielleicht sehr hochgegriffen, eben weil unsere Gesellschaft alles mit dem Begriff interaktiviert hat… Web 2.0 etc. Andererseits haben wir nicht behauptet, dass es sich hier definitiv um Literatur 2.0 handelt. Wir haben lediglich die Frage gestellt. Und wenn ich Literatur 2.0 sezieren müsste: In unserer Betrachtungsweise, und das wird eigentlich auch im Kontext klar, steht er als Schnittstelle zwischen Online und Offline-Medium. Hier soll etwas zu gedruckten Büchern führen. Nicht mehr und nicht weniger. Damit wollen wir das ständig totgesagte Kulturgut Buch am Leben erhalten und beweisen, dass es mit der Online-Welt korrespondieren kann.
Textauszug: Ich denke es steht für sich, und so ist auch die nachzulesende Lage des Projektes hier, dass wir noch in der Entwicklung stecken. Da wir alle drei, und wie so viele Beteiligte hier auch, in Lohn und Brot stehen, demnach mit ihren Hauptberufen Geld verdienen müssen, haben wir keine Zeit, täglich an stoffwechsel zu arbeiten. Wir geben uns aber die größte Mühe. Der Blog hier ist nicht das Endresultat dessen, was wir uns unter stoffwechsel vorstellen, sondern erst ein Experiment, um Diskussionen wie diese hier anzuregen und vor allem Kontakte zu schließen. Das gelingt uns sehr gut.
Ich möchte Dich gerne einladen, hier mitzumachen. stoffwechsel ist kein geschlossenes Forum, nach dem nur wir drei auswählen, wer mitmachen darf. Wenn Du Lust hast, dann bastel mit uns an der Umsetzung: f.schleinig@machtwasdraus.de oder stoffwechsel@machtwasdraus.de! Du bist herzlich willkommen! Wir brauchen Kritiker wie Dich!
Wir werden Deine Punkte in unser weiteres Vorgehen einfließen lassen.
Viele Dank + Gruß,
Florian
Hallo F.
Zu Literatur 2.0: ich gebe dir recht, ihr habt das als Frage gestellt. Ich denke jedoch, ihr habt solcherlei Fragestellung nicht nötig. “stoffwechsel” ist ein toller Projektname, und jeglicher Begriff mit “2.0″ im Gepäck kann sich eines karikaturistischen Charakters nicht entziehen.
Viel Erfolg weiterhin,
Marc